Bundesliga

Andre Schubert: "Wenn wir alles abrufen, können wir jeden Gegner ärgern"

bundesliga.de: Fehlt nach dem Weggang von Granit Xhaka aktuell jemand, der – im positiven Sinne – auch schon mal dazwischenhaut?

Schubert: Natürlich ist Granit Xhaka ein außergewöhnlicher Spieler und er war mit seiner besonderen Art ein wichtiger Leader der Mannschaft. Aber nun ist er bei Arsenal und wir bauen wieder neu auf, denn mit Havard Nordtveit ist ein zweiter wichtiger, auch aggressiver und zweikampfstarker Stammspieler der letzten Saison nicht mehr bei uns. Jede Mannschaft hat Stärken und Schwächen. Wir haben eine besondere Stärke in der Offensive, müssen aber lernen, auch als Kollektiv in jedem Spiel zu verteidigen. Gegen Barcelona waren alle voll des Lobes über unsere spielerische Qualität, aber auch über unsere hervorragende Defensivarbeit. Und dann verliert man auf Schalke in der zweiten Hälfte ein Spiel und gleich kochen bei einigen die Emotionen extrem hoch. Bei einer klaren Niederlage kann ich das natürlich verstehen, aber wir müssen sachlich analysieren wie nach jedem anderen Spiel auch.

bundesliga.de: Hat die Niederlage gegen den FC Schalke 04 dennoch zu einem Umdenken in Bezug auf Borussias grundsätzliche taktische Ausrichtung geführt?

Schubert: Wir haben schon in einigen Spielen der noch jungen Saison etwas defensiver bzw. zweikampforientierter begonnen wie in Bern oder auch gegen Bayer Leverkusen zuhause. Das hängt auch von Aufgabe, Gegner und anderen Faktoren ab. Auch auf Schalke haben wir etwas defensiver orientiert begonnen. Und das ist sicherlich auch zukünftig ein Ansatz, insbesondere auswärts, wo wir uns für unsere spielerische Überlegenheit nicht so belohnen wie zuhause.