Alexander Rosen spielte 2009 und 2010 für die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim - © imago / Jan Huebner
Alexander Rosen spielte 2009 und 2010 für die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim - © imago / Jan Huebner
Bundesliga

Alexander Rosen: "Die ersten Sechs sind davongeeilt"

Lilleström - Alexander Rosen, 36, spielte in seiner Laufbahn als aktiver Fußballer auch zwei Jahre in Norwegen und lernte bei Follo FK nebenbei wie ein Verein geleitet wird. Nun ist Rosen bereits seit zweieinhalb Jahren Direktor Profifußball der TSG 1899 Hoffenheim in der Bundesliga. Derzeit befinden sich die Hoffenheimer in Norwegen im Trainingslager. Die Badener sind der erste Bundesligist, der sich in Norwegen auf eine Saison vorbereitet, sie wollen durch ihre Präsenz in Skandinavien für sich und die Bundesliga werben.

"Vorrunde gespielt, die von mehr träumen ließ"

Im Interview mit bundesliga.de erklärt Rosen, was die TSG aus der schwachen Rückrunde der vergangenen Saison gelernt hat, warum der Weggang von Firmino eine Chance ist und die Bundesliga keine Angst vor dem Geld der Premier League haben muss.

bundesliga.de: Herr Rosen, am Anfang ihres Wirkens vor zweieinhalb Jahren galt die Rettung im Abstiegskampf als oberstes Ziel, dann ging es um die "Rückkehr auf den Hoffenheimer Weg", und im letzten Saison um eine "stabile Weiterentwicklung" der Mannschaft. Wie lautet Ihre Überschrift der TSG für die kommende Runde?

Rosen: Die neue Saison muss sicher mit dem Wort Umbruch in Verbindung gebracht werden. Kapitän Andreas Beck ist zu Besiktas Istanbul gewechselt, Sejad Salihovic ging nach China. Die beiden letzten Spieler aus der Mannschaft, die 2008 Herbstmeister wurde, sind nicht mehr bei der TSG. Das ist natürlich für Verein und Fans etwas Besonderes. Zudem wechselte der Spitzenspieler der vergangenen beiden Jahre, Roberto Firmino, nach Liverpool. Solche Prozesse in der Kaderentwicklung kommen irgendwann, davor ist kein Club gefeit. Nun haben wir aber wieder einen jungen, spannenden Kader, der viel Vorfreude macht. Aber natürlich schwingt auch eine gewisse Unsicherheit mit. Die Antennen sind auch angesichts unseres schweren Auftaktprogramms von Beginn an ausgefahren.

bundesliga.de: Zumal die Rückrunde der vergangen Saison nicht optimal verlaufen ist, oder?

Rosen: In der Rückschau wird man dem Saisonverlauf nur gerecht, wenn man differenziert analysiert. Wir haben eine Vorrunde gespielt, die von mehr träumen ließ. In der Rückrunde sind wir aber immer wieder an der Hürde gescheitert, die die Mannschaft hätte überspringen müssen, um besser abzuschneiden. Am Ende stand mit Rang Acht aber immer noch die zweitbeste Platzierung unserer Bundesliga-Historie. Dennoch wäre es nun die falsche Herangehensweise, ein Saisonziel Platz 7+ auszurufen.

"Stagnation muss man mal aushalten können"