Zusammenfassung

  • Alassane Plea reifte unter Lucien Favre bei Nizza zu einem Top-Stürmer
  • Gemeinsam mit Mario Balotelli bildetet er ein herausragendes Sturmduo
  • Der Gladbacher Neuzugang spielte einst an der Seite von Paul Pogba und Samuel Umtiti

Köln – Mit Alassane Plea von OGC Nizza hat Borussia Mönchengladbach seinen Königstransfer des Sommers bekommen. bundesliga.de stellt den 25 –jährigen Franzosen etwas genauer vor.

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Ein echter Mittelstürmer

Schon seit längerer Zeit fahndet Gladbach nach einem richtigen Mittelstürmer. Beim von Dieter Hecking zumeist präferierten Angriffsduo Lars Stindl/Raffael handelt es sich schließlich um zwei gelernte Mittelfeldspieler. Mit seinen 1,80 Metern ist Neuzugang Alassane Plea zwar keine Sturmkante, dafür weiß er seinen Körper aber extrem gut einzusetzen und ist für seine Größe außergewöhnlich kopfballstark. Plea ist außerdem der Inbegriff eines Strafraumstürmers, erzielt seine Tore fast alle innerhalb der Box. Aufgrund seiner enormen Schnelligkeit kann er aber genauso gut auch auf den Flügeln eingesetzt werden.

Video: Die kuriosesten Tore 2017/18

Aus der französischen Talentschmiede

Plea stammt aus der Jugend von Olympique Lyon und debütierte im Alter von 19 Jahren in der Ligue 1. Von der U18 bis zur U21 war er Stammgast in den französischen U-Nationalmannschaften, spielte dort etwa an der Seite von Paul Pogba und Samuel Umtiti. Das Portal Statsbomb nannte ihn im März 2017 als potenziellen neuen Superstar in Frankreich neben den damals noch weitgehend unbekannten Kylian Mbappe, Thomas Lemar und Corentin Tolisso.

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Von Favre geformt

Der Stern des Angreifers ging aber erst unter Lucien Favre auf, der dafür bekannt ist, gerade junge Spieler besser zu machen. Als der heutige Dortmund-Trainer 2016 bei OGC Nizza übernahm, konnte Plea seine Trefferquote kontinuierlich steigern. 2016/17 waren es elf Tore in 25 Spielen, in der letzten Spielzeit schon 16 Treffer in 35 Partien, dazu noch sechs Torvorlagen. Damit war er nicht nur er einer der torgefährlichsten Akteure der Ligue 1, sondern wurde auch zum Spieler der Saison bei Nizza gewählt. Gemeinsam mit Mario Balotelli bildete er eines der gefürchtetsten Sturmduos der Ligue 1. Zusammen kamen sie in der letzten Spielzeit auf 34 Saisontore.

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Großes Verletzungspech

Mit 25 Jahren kommt Plea zwar immerhin auf 119 Erstligaspiele in Frankreich und 21 Europapokal-Partien, es hätten jedoch weit mehr sein können. Eine Kreuzbandverletzung kostete ihn nahezu die gesamte Spielzeit 2015/16, ein Jahr später zog er sich einen Meniskusriss zu und fiel fast die komplette Rückrunde aus. Inzwischen ist Plea aber seit über einem Jahr komplett verletzungsfrei.  

Vorbild Modeste

"Wir freuen uns sehr, dass wir uns in unseren Bemühungen um den Spieler gegen mehrere namhafte andere Clubs durchsetzen konnten", sagte Borussias Sportdirektor Max Eberl, nachdem die Tinte auf dem Papier war. Vor allem der Weg von Anthony Modeste, selbst in Nizza zum Profi geworden, um dann in der Bundesliga zu einem Top-Stürmer heranzureifen, soll Plea so beeindruckt haben, dass er sich bewusst für die Bundesliga entschied. Wenn der Gladbacher Neuzugang einen ähnlichen Weg einschlagen sollte, hat sich der Gladbacher Königstransfer allemal gelohnt.