Der 2. Bundesliga-Spieltag hatte Einiges zu bieten. Gleich mehrere Neuzugänge trafen an diesem Wochenende für ihre Vereine und durften sich über ihr Debüt-Tor in der Bundesliga freuen. Und was war da in Hamburg los? Vier Tore innerhalb der ersten zwölf Minuten des Spiels! Gab es so etwas überhaupt schon einmal in der Bundesliga-Historie?

bundesliga.de hat in der Statistik gekramt und ist auf interessante Antworten gestoßen.

Debütanten

Gleich mehrere Spieler feierten am 2. Spieltag ihr Debüt-Tor in der Bundesliga. Wie etwa Aristide Bancé, dem gegen Hannover 96 ein schönes Kontertor gelang. Zwar traf der Stürmer aus Burkina Faso in der letzten Saison schon 14 Mal für die Mainzer, allerdings in der 2. Bundesliga. So auch Albert Bunkjaku vom 1. FC Nürnberg, der gegen Eintracht Frankurt traf. Ebenfalls ihr Debüt-Tor schossen Stuttgarts Pavel Pogrebnyak und Julian Schieber, der Hamburger Marcus Berg, Schalkes Christoph Moritz und Obafemi Martins aus Wolfsburg. Bereits am 1. Spieltag erzielten der Mainzer Tim Hoogland, Leverkusens Erin Derdiyok und Gladbachs Juan Fernando Arango ihr erstes Bundesliga-Tor.

Blitzstarter

Wenn Sie die ersten zwölf Minuten des Spiels Hamburger SV gegen Borussia Dortmund verpasst haben, dann sind Ihnen unfassbare vier Tore entgangen. Guy Demel eröffnete in der dritten Minute das Torfestival, ehe Nelson Valdez postwendend ausglich. Die Hamburger Zé Roberto und José Paolo Guerrero machten in der zehnten bzw. zwölften Minute die vier Tore in zwölf Minuten perfekt. Gab es so etwas schon einmal in der Bundesliga? Oh ja! In der Saison 1987/88 fielen in der Partie Schalke 04 gegen VfB Stuttgart vier Treffer in 13 Minuten. Ebenfalls vier Tore in 13 Minuten gab es bei Eintracht Frankfurt gegen Karlsruher SC in der Saison 1964/65 zu bestaunen. Noch schneller ging es beim Duell 1. FC Köln - Borussia Neunkirchen, ebenfalls in der Spielzeit 1964/65. Damals fielen innerhalb von neun Minuten vier Treffer.

Abstauber

Was genau das Wort "Abstaubertor" bedeutet, kann wohl niemand so ganz eindeutig sagen. Oft folgt solch ein Treffer einem "Gestochere" im Strafraum. Ein Abstaubertor kann aber auch durch eine verunglückte Abwehr des Torwarts fallen, der den Ball nicht festhalten kann und der dann direkt auf dem Fuß des einschussbereiten Gegenspielers landet, wie das Tor von Marcus Berg im Spiel HSV gegen Dortmund. Ein Abstaubertor wird aber auch gerne von Stürmern erzielt, die eben "genau dort stehen, wo sie stehen müssen". Am 2. Spieltag fielen insgesamt zwölf Tore innerhalb des Fünf-Meter-Raums. Dies kam zuletzt am 16. Spieltag der Saison 2007/08 vor. Gleich 13 Tore waren es in der Spielzeit 2004/05.