
Fünf Gründe, warum der FC Augsburg gegen den FC Bayern besteht
Mit einem Punktgewinn oder gar einem Sieg in München könnte der FCA nicht nur ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf setzen. Es wäre auch wichtig für die Moral. Fünf Gründe, warum der FC Augsburg gegen den FC Bayern besteht.
Eine Paarung mit Geschichte
1) Augsburg kennt das Gefühl
Der FC Augsburg weiß, wie sich ein historischer Moment gegen den FC Bayern anfühlt. Im April 2014 beendete der FCA mit einem 1:0-Heimsieg die längste Ungeschlagen-Serie der Bundesliga-Geschichte: 53 Spiele waren die Münchner zuvor ohne Niederlage geblieben, ehe Sascha Mölders in der 31. Minute zuschlug.
Auch diesmal reist der Rekordmeister mit einer beeindruckenden Serie an – 27 Bundesliga-Spiele ohne Niederlage. Wieder spricht zunächst vieles gegen Augsburg. Doch schon einmal nahmen die Fuggerstädter dem Rekordmeister einen Rekord ab – warum nicht erneut?
Die Gesamtbilanz spricht klar für die Hausherren: Nur vier der bisherigen 29 Bundesliga-Duelle konnte Augsburg gewinnen, der letzte Erfolg datiert aus dem September 2022. Seither setzte es sechs Niederlagen in Serie.
Noch ernüchternder wirkt der Blick auf die Auswärtsspiele: In 14 Bundesliga-Partien in München gelang dem FCA erst ein Sieg – am 9. Mai 2015. Damals entschied Raul Bobadilla mit seinem Treffer die Partie in der Allianz Arena. Mehr als zehn Jahre sind vergangen – statistisch gesehen also höchste Zeit für eine Wiederholung.

3) Wenn der FC Bayern stolpert, dann oft unerwartet
So dominant die Kompany-Elf im eigenen Stadion meist auftritt, ganz unverwundbar ist sie nicht. Seit Beginn der Saison 2024/25 verloren die Münchner nur ein Heimspiel – überraschend nach 2:0-Führung mit 2:3 gegen den VfL Bochum 1848. Der spätere Absteiger hatte in jener Spielzeit sonst kaum Erfolg in der Fremde und nutzte einen Moment der Unordnung eiskalt aus.
Auch die einzige weitere Bundesliga-Niederlage seitdem kassierte der FCB gegen ein Team aus dem unteren Tabellenbereich – beim 1:2 im Dezember 2024 beim 1. FSV Mainz 05. Es sind genau diese Spiele, in denen die Bayern gelegentlich ins Straucheln geraten. Augsburg passt in dieses Muster.
Ein kleines persönliches Erfolgserlebnis bringt auch Manuel Baum mit. Der heutige Augsburg-Trainer blieb in fünf Bundesliga-Duellen mit dem FCA gegen den FC Bayern zwar meist ohne Punkt – einen holte er aber ausgerechnet in München. Am 25. September 2018 erkämpfte sich Augsburg in der Allianz Arena ein 1:1.
Kein Sieg, aber ein Beleg dafür, dass seine Teams durchaus Wege finden können, dem Rekordmeister Räume zu nehmen – selbst auswärts.
5) Hinspiel, Flankenstärke und der Beweis, dass Bayern manchmal wackelt
Dass die Gäste den großen Favoriten auch fußballerisch vor Probleme stellen können, zeigte bereits das Hinspiel eindrucksvoll. Zwar führten die Münchner früh mit 3:0, doch Augsburg kam zurück, traf in der 76. Minute durch Mert Kömür zum 2:3 und war in der Schlussphase phasenweise näher am Ausgleich als der FCB an der Entscheidung.
Bayern kassierte in dieser Saison nur selten mehr als ein Gegentor – gleich zweimal davon gegen Teams eines ähnlichen Kalibers: beim 2:2 gegen Mainz, beim 2:2 gegen Union Berlin, beim 6:2 gegen Freiburg – und eben beim 3:2 in Augsburg.
Hinzu kommt eine klare statistische Stärke: Die Hälfte aller 20 Augsburger Saisontore entstand nach Flanken aus dem Spiel – Ligaspitze. Die Bayern trafen in dieser Kategorie nur sechsmal. Sollte Augsburg über die Außen Zugriff bekommen, könnte genau das zur entscheidenden Waffe werden.
