München - Zum Abschluss des 14. Spieltags der Bundesliga trifft 1899 Hoffenheim zuhause auf Bayer Leverkusen. Für die Kraichgauer geht es im Duell mit der "Werkself" darum, sich aus der größten Abstiegsgefahr zu befreien und den Anschluss ans Mittelfeld nicht abreißen zu lassen. Die Leverkusener müssen in Hoffenheim punkten, um die Champions-League-Hoffnungen zu nähren (Sonntag, ab 17 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Zeitgleich empfängt Tabellenschlusslicht Augsburg die Europapokalhelden von Borussia Mönchengladbach.

Bittere Nachricht für Hoffenheim am Sonntagmorgen: Tim Wiese wird der TSG voraussichtlich drei Wochen lang fehlen. Der 1899-Kapitän hat sich im Abschlusstraining einen Teil-Abriss einer Bandstruktur auf der Innenseite des rechten Kniegelenks zugezogen. Für ihn rückt Koen Casteels zwischen die Pfosten. Und es gibt noch weitere personelle Probleme: Chris befindet sich noch im Aufbautraining, Jannik Vestergaard, Stefan Thesker und Filip Malbasic sind verletzt, fraglich sind außerdem die Einsätze der angeschlagenen Stürmer Eren Derdiyok und Sven Schipplock, die am Freitag aber am Mannschaftstraining teilnahmen. Innenverteidiger Marvin Compper hingegen steht nach einer Sperre wieder zur Verfügung.

Dennoch möchte Hoffenheim der schlechten Bilanz gegen Bayer Leverkusen (nur ein Unentschieden bei sieben Niederlagen) trotzen und den jüngsten Abwärtstrend mit einem Punkt aus zwei Partien zu stoppen. "Wir wissen, dass es eine gefährliche Situation ist", sagt Trainer Markus Babbel, "wir haben aber auch eine Woche vor uns, in der man viel in die richtige Richtung lenken kann. Wir müssen von der ersten Sekunde an aufmerksam sein." Respekt hat Babbel insbesondere vor den Leverkusener Einzelspielern: "Sie haben ein sehr hohes Maß an Qualität, wir müssen sehr wachsam sein, weil sie individuell gut besetzt sind."

Während Leverkusen zuhause noch ungeschlagen ist in dieser Spielzeit, zeigte das Team auswärts häufig Schwächen: so kassierten die Rheinländer alle drei Niederlagen in fremden Stadien (bei Frankfurt, Dortmund und Wolfsburg). Am Donnerstag verlor Bayer in der Europa League bei Metalist Charkow mit 0:2, da das Team von Sami Hyypiä und Sascha Lewandowski bereits für die K.o.-Runde qualifiziert war, gab das Trainergespann die mehreren Nachwuchsspielern die Gelegenheit zum Einsatz. "Wir haben vier Spiele in zehn Tagen", sagt Hyypiä.

Einige zuletzt angeschlagene Spieler kehren wohl in den Kader zurück für die Partie am Sonntag, unter der Woche haben Ömer Toprak, Hajime Hosogai und Lars Bender wieder das Training aufgenommen. "Es sieht gut aus bei ihnen", sagt Hyypiä, der auch auf die Rückkehr von Gonzalo Castro hofft: "Ich denke, er kann am Sonntag auch auf dem Feld stehen kann."




Schiedsrichteransetzungen

Null Punkte, 3:11 Tore. Die Bilanz der letzten vier Augsburger Bundesligaspiele ist liest sich ernüchternd. Selbstredend, dass die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl, die am 7. Spieltag zum letzten und einzigen Mal in dieser Spielzeit einen Dreier holte, immer noch Tabellenletzter ist. Zu allem Überfluss fällt nun auch noch Tobias Werner aus, der sich einen Muskelfaserriss zuzog. Am Freitag musste sich auch noch Verteidiger Sebastian Langkamp mit einem Magen-Darm-Infekt abmelden. "Jeder weiß, dass wir zu wenige Punkte auf dem Konto haben. Jeder weiß, was auf dem Spiel steht. Wir gehen optimistisch in diese Partie, denn wir haben uns in dieser Woche wieder sehr zielstrebig vorbereitet", sagte Weinzierl.

Mit Alexander Manninger wurde unter der Woche ein zusätzlicher Torhüter verpflichtet. Der ehemalige österreichische Nationalkeeper wird am Sonntag voraussichtlich auf der Bank Platz nehmen. Weinzierl stärkte vor der Begegnung am Sonntag nochmals Mohamed Amsif den Rücken, in dem er vorzeitig bekanntgab, dass der Deutsch-Marokkaner gegen die "Fohlen" auflaufen wird. "Mo hat seine Sache gut gemacht, wenn er gebraucht wurde und er hat unser Vertrauen", sagte Weinzierl am Freitag. Hoffnung für Sonntag macht aus Augsburger Sicht ein Blick auf das Ergebnis der Vorsaison, in dem der FCA durch einen Treffer von Jan-Ingwer Callsen-Bracker die Gladbacher mit 1:0 besiegte. "Das können wir gerne am Sonntag wiederholen", sagte der ehemalige Gladbacher Callsen-Bracker im Vorfeld.

Die Borussia kommt ihrerseits mit einem Erfolgserlebnis angereist. Am Donnerstag machte die Mannschaft von Trainer Lucien Favre den Einzug in die K.o-Phase der Europa League durch einen 2:0-Erfolg über AEL Limassol perfekt. Igor de Camargo schnürte in der Schlussphase einen Doppelpack. In der Bundesliga gab es am vergangenen Wochenende jedoch eine unglückliche 1:2-Niederlage gegen Stuttgart, weil Verteidiger Roel Brouwers kurz Schluss ins eigene Tor traf. Der Niederländer wird am Sonnntag wohl auf der Bank Platz nehmen. Das will ein anderer nicht mehr. "Ich will immer spielen. Auf der Bank kann ich nicht so viel machen", erklärte de Camargo am Donnerstag nach seinen beiden Toren. Gut möglich, dass Favre den Belgier mit brasilianischen Wurzeln eine Chance von Beginn an einräumt.

Die Auswärtsbilanz der Gladbacher ist in der laufenden Saison mit zwei Siegen, zwei Remis und zwei Niederlagen ausgeglichen, die beiden Erfolge wurden in den letzten beiden Auswärtsspielen in Hannover (3:2) und Fürth (4:2) eingefahren. Nun geht es für den "Fohlen" um den Ausbau der Siegesserie.




Schiedsrichteransetzungen