Am 28. Spieltag 2020/21 gewannen Oliver Glasners Wolfsburger in Leverkusen mit 4:1 - © Getty Images
Am 28. Spieltag 2020/21 gewannen Oliver Glasners Wolfsburger in Leverkusen mit 4:1 - © Getty Images
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Europa-Duell mit Torgarantie: Der VfL Wolfsburg empfängt zum Auftakt Bayer Leverkusen

Der 7. und der 5. der Vorsaison runden den 1. Spieltag der Bundesliga-Saison 2020/21 ab. Der VfL Wolfsburg empfängt Bayer Leverkusen zu einem Duell, das in der Liga noch nie torlos endete.

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Zum Abschluss des 1. Spieltags der neuen Bundesliga-Saison kommt es zum Duell zweier Europa-League-Teilnehmer, das zudem mit Torgarantie ausgestattet ist. Wenn der VfL Wolfsburg in der Meisterschaft auf Bayer Leverkusen traf, endete das Spiel noch nie 0:0. In den letzten 20 Begegnungen fielen dabei im Schnitt 4,1 Tore pro Partie. Unvergessen vor allem das spektakuläre 4:5 in der BayArena 2014/15, bei dem der heutige Frankfurter Bas Dost die „Wölfe“ per Viererpack zum Sieg schoss.

Auch fünfeinhalb Jahre später schaut man in Wolfsburg beim Thema Tore auf einen großgewachsenen Holländer: Wout Weghorst ist mit 17 Bundesligatoren in seiner ersten und 16 in seiner zweiten Saison erster Ansprechpartner in der Offensive der Niedersachsen. Die war 2019/20 mit insgesamt 48 Treffern allerdings die ungefährlichste in der oberen Tabellenhälfte. Die schwächste Saisonphase mit nur zwei Siegen aus acht Spielen von Dezember bis Februar deckte sich mit der Torflaute der Nummer 9. Um Weghorst zu entlasten, verpflichtete der VfL den 18-jährigen Bartosz Bialek. Der Mittelstürmer kommt mit der Empfehlung von zuletzt neun Toren und vier Vorlagen in 19 Spielen aus der polnischen Ekstraklasa und steht für den neuen Personalkurs unter Manager Jörg Schmadtke: Junge Spieler holen und entwickeln.

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"Wir wollen junge Leute holen, sie bei uns einbauen und besser machen", erklärt der Geschäftsführer. "Und dann wird man sich irgendwann vielleicht voneinander verabschieden, oder sie bleiben als Leistungsträger da." So wie etwa Maximilian Arnold, der unter Glasner mit vier Toren und neun Vorlagen seine offensiv erfolgreichste Saison spielte. Insgesamt soll der Kader bis zum Transferschluss am 5. Oktober noch ein bisschen breiter werden. Statt wie bisher mit "22 bis 24", so Schmadtke, müsse man nun "vielleicht für die kommende Saison über 28 oder 29 nachdenken."

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Am Saisonziel werden die Aktivitäten auf dem Transfermarkt nichts mehr ändern: Nach der erneuten Qualifikation für die Europa League steht dem VfL im Corona bedingt komprimierten Spielkalender die nächste Marathon-Saison bevor, an deren Ende das Team von Oliver Glasner dennoch wieder im oberen Tabellendrittel landen will. Der Österreicher: "Dreimal nacheinander europäisch dabei zu sein, das hat Wolfsburg noch nicht geschafft."

Noch ein bisschen höher zielt in der Endabrechnung der Gegner aus Leverkusen. Manager Fernando Carro habe "dafür gekämpft, dass wir nicht das Ziel formulieren, international zu spielen, sondern in die Champions League zu kommen." Nachdem die "Königsklasse" zuletzt hauchdünn verpasst wurde, wollen die Rheinländer am Ende der neuen Saison wieder unter den ersten Vier stehen. Dabei sind vor allem in der Offensive neue Leistungsträger gefordert. Mit Kevin Volland verließ Bayers bester Vorbereiter der Vorsaison die Farbenstadt, schloss sich Ex-Bayern-Trainer Niko Kovac bei der AS Monaco an. Da auch mit dem Abgang von Top-Torschütze Kai Havertz gerechnet wird, steht das Team vor der Herausforderung, kombiniert 36 Torbeteiligungen zu ersetzen.

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Die Hoffnungen ruhen offensiv so vor allem auf den Außenbahnspielern. Hier gibt es mit Karim Bellarabi, Moussa Diaby, Leon Bailey, Florian Wirtz und dem verletzten Paulinho (Kreuzbandriss) eine geradezu luxuriöse Auswahl an potenziellen Top-Spielern. Vor allem der 21-jährige Diaby überzeugte in seiner ersten Bundesliga-Saison mit jeweils fünf Toren und Vorlagen und wird nun mehr Verantwortung übernehmen. Auch Top-Talent Wirtz bietet sich durch die namhaften Abgänge die Chance, die nächsten Schritte zu machen. Sein Tor beim 2:4 gegen den FC Bayern im Mai machte ihn zum jüngsten Torschützen der Bundesliga-Geschichte.

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Aus der jüngsten Bilanz lässt sich kein klarer Favorit für das letzte Spiel des 1. Spieltags ableiten: In den letzten beiden Spielzeiten gewann jede Seite jeweils zwei Mal. In den letzten fünf Begegnungen ging jeweils das Auswärtsteam als Sieger vom Platz, zuletzt gewannen die "Wölfe" am 28. Spieltag 2019/20 auswärts deutlich mit 4:1 gegen die Werkself. Sicher scheint ob der Tradition dieser Paarung aber immerhin: An Toren wird es auch diesmal nicht mangeln.