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bundesliga

Urs Fischer zu Gast bei der alten Liebe

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Erstmals seit seiner Entlassung im November 2023 trifft Urs Fischer wieder auf den 1. FC Union Berlin, mit dem er einst große Erfolge feierte. Es wird ein emotionales Wiedersehen, bei dem Mainz 05 aber dringend punkten muss.

Die Richtung, sie stimmt schon wieder beim 1. FSV Mainz 05. Seitdem die Rheinhessen Anfang Dezember von Urs Fischer übernommen wurden, blieben sie in vier Begegnungen ungeschlagen (ein Sieg und drei Remis) und trotzten sogar dem FC Bayern München ein 2:2-Unentschieden ab. Zwar zieren die 05er nach dem jüngsten 0:0 gegen St. Pauli nach wie vor das Tabellenende der Bundesliga, robbten sich aber zuletzt bis auf vier Zähler an den Relegationsrang heran.

Die Bundesliga-Tabelle vor dem 16. Spieltag

Der 59-Jährige hat an diesem zumindest kleinen Aufschwung einen gehörigen Anteil, impfte er seinem Team doch viel Disziplin auf dem Feld ein und vermochte aus den spielerisch beschränkten Mitteln das Maximum herauszuholen. Für die Akribie und den Fleiß, den Fischer bei der Arbeit mit seiner Mannschaft an den Tag legt, hatten sie den Schweizer schließlich auch geholt. 

Das waren Zeiten: Urs Fischer und der 1. FC Union Berlin in der Champions League - IMAGO/Matthias Koch

Fischer und seine tolle Vergangenheit bei Union Berlin

"Wenn ich komme, ist er schon da. Wenn ich gehe, immer noch", stellte der Mainzer Sportvorstand Christian Heidel unlängst fest und könnte sich zumindest theoretisch auch ein wenig an seinen ehemaligen Weggefährten Jürgen Klopp erinnert wissen? Der schrieb in Mainz einst eine beinahe beispiellose Erfolgsgeschichte und sorgte dafür, dass sich die 05er von einem Zweitligisten zum Bundesliga-Establishment entwickelten.

Allerdings nur eine "beinahe beispiellose Erfolggeschichte", weil auch Fischer schon Ähnliches gelang - beim kommenden Mainzer Gegner, dem 1. FC Union Berlin.

Mainz 05 hat sich verstärkt: Alle Winterwechsel in der Übersicht

In seiner ersten Saison an der Alten Försterei (2018/19) führte er die Eisernen erstmals in die Bundesliga, dort zum Klassenerhalt (Platz elf), in die Conference League (Platz sieben), die Europa League (Platz fünf) und schließlich sogar in die Champions League (Platz vier).

Erst 2023 endete diese Liaison, als Union mit der Doppelbelastung nicht mehr zurecht kam und Fischer - mit einem Punkteschnitt von 1,5 weiterhin der erfolgreichste Trainer der Eisernen - nach 11 Spieltagen beim damaligen Tabellenletzten entlassen wurde. 

Es wird emotional an der Alten Försterei

Am Samstag (Anstoß 15.30 Uhr) kommt es also zur Rückkehr Fischers an seine alte Wirkungsstätte, wo er nach wie vor Legendenstatus besitzt und wo es daher emotional werden dürfte. In einer Umfrage des "Tagesspiegel" kündigten Union-Fans jüngst einen "bestmöglichen Empfang" an und sprachen davon, sich selbst "ein Päckchen Taschentücher" mitzubringen. 

Auch für Fischer wird es sicherlich ein besonderer Tag werden, der 59-Jährige wird es aber gewohnt pragmatisch sehen und in erster Linie an den eigenen drei Punkten interessiert sein. Zudem steht auch sein eigener Bestwert auf dem Spiel, erstmals seit seiner Zeit dort könnte Union wieder ein drittes Bundesliga-Spiel in Folge gewinnen.

Das wird Fischer verhindern wollen. Aber weniger für sich, als für seine Mainzer und die weiterhin schwere Mission Klassenerhalt.