
Union drückt bis zum Schluss und St. Pauli rettet Punkt in Unterzahl
1. FC Union Berlin und FC St. Pauli trennen sich 1:1 (0:1). Mathias Pereira Lage (25.) bringt die Gäste mit einem Traumtor in Führung, Andrej Ilić (52.) gleicht per Kopf aus. Jackson Irvine sieht in der Nachspielzeit Gelb-Rot.
Nach der klaren 0:4-Niederlage bei Bayern München wollte Union Berlin vor heimischem Publikum wieder punkten. Trainer Steffen Baumgart, der sein 50. Pflichtspiel als Union-Coach bestritt, nahm gleich fünf Änderungen an seiner Startelf vor. Für Stanley Nsoki, Aljoscha Kemlein, Christopher Trimmel, Livan Burcu und Tim Skarke rückten Diogo Leite, Wooyeong Jeong, András Schäfer, Oliver Burke und Andrej Ilić ins Team.
Bei den Gästen aus Hamburg, die mit der ältesten Startelf ihrer Bundesliga-Geschichte (Durchschnittsalter 29,1 Jahre) antraten, kehrten Adam Dźwigała, Karol Mets und Martijn Kaars für Eric Smith, Tomoya Andō und Lars Ritzka in die Mannschaft zurück.
Traumtor bringt St. Pauli in Führung
Die Berliner starteten druckvoll und kamen bereits nach fünf Minuten zu einer ersten guten Gelegenheit. Nach einem langen Einwurf landete der Ball bei Danilho Doekhi, dessen Abschluss Nikola Vasilj jedoch mit einer starken Parade über die Latte lenkte. Union dominierte die Anfangsphase mit viel Ballbesitz (zeitweise 71 Prozent), ohne jedoch klare Chancen zu kreieren.
St. Pauli fand nach einer Viertelstunde besser ins Spiel und überraschte die Gastgeber in der 25. Minute: Nach einem geblockten Schuss von Jackson Irvine landete der Ball vor dem Strafraum bei Mathias Pereira Lage, der mit einem spektakulären Volleyschuss aus 22 Metern unter die Latte traf – ein echtes Traumtor mit einer Torwahrscheinlichkeit von nur drei Prozent.
Ilić köpft Union zum Ausgleich
Nach der Pause drängte Union auf den Ausgleich und wurde in der 52. Minute belohnt. Nach einem Eckball von Derrick Köhn stieg Andrej Ilić im Strafraum am höchsten und köpfte den Ball unhaltbar ins Netz. Mit neuem Selbstvertrauen blieben die Eisernen am Drücker.
In der 67. Minute unterlief Vasilj ein folgenschwerer Fehlpass, doch der Torhüter machte seinen Fehler wieder gut und parierte sowohl gegen András Schäfer als auch gegen Oliver Burke. St. Pauli verteidigte in der Schlussphase leidenschaftlich, geriet aber zunehmend unter Druck. In der Nachspielzeit (90.+3) sah Jackson Irvine nach einem Foul an András Schäfer die Gelb-Rote Karte, doch Union konnte die numerische Überlegenheit nicht mehr nutzen. Ein hart umkämpftes Spiel endete schließlich mit einer leistungsgerechten Punkteteilung.
Spieler des Spiels: Andrej Ilić
Andrej Ilić wurde völlig verdient zum Spieler des Spiels gewählt. Der serbische Stürmer erzielte nicht nur den wichtigen Ausgleichstreffer per Kopf, sondern überzeugte auch mit seiner kämpferischen Leistung. Mit 19 gewonnenen Zweikämpfen war er der zweikampfstärkste Akteur auf dem Platz. Zudem stand Andrej Ilić 16 Mal unter gegnerischem Druck – so oft wie kein anderer Spieler. Seine Präsenz im Strafraum stellte die St. Pauli-Abwehr immer wieder vor Probleme und sein perfekt getimter Kopfball zum 1:1 unterstrich seine Qualitäten als Torjäger.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Union Berlin 1,99 - St. Pauli 0,45
Schnellster Spieler: Oliver Burke (FCU), 37 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 0:1 von Mathias Pereira Lage (STP), 3 Prozent
Most Pressed Player: Andrej Ilić (FCU), 16 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Diogo Leite (FCU), +2,44
Fantasy Heroes: Derrick Köhn (1. FC Union Berlin, 317 Punkte), Andrej Ilić (1. FC Union Berlin, 293 Punkte), Nikola Vasilj (FC St. Pauli, 309 Punkte)
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