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Emotional an der Linie: Steffen Baumgart und Bo Svensson sind zwei echte Trainertypen

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Das Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem 1. FSV Mainz 05 ist nicht nur ein möglicherweise richtungsweisendes Spiel um eine Platzierung in der oberen Tabellenhälfte, es ist auch das Aufeinandertreffen zweier Trainertypen, die an der Seitenlinie emotional mit ihren Teams mitfiebern. Auf der einen Seite Steffen Baumgart, auf der anderen Bo Svensson – beide sind auf ihre ganz eigene Art echte Typen.

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Wie heiß es zwischen dem 1. FC Köln und dem 1. FSV Mainz 05 auf dem Platz hergehen kann, zeigte bereits das Hinspiel: In einer packenden Partie trennten sich die Konkurrenten nach Toren von Jonathan Burkardt (41.) und Salih Özcan (47.) zwar am Ende schiedlich-friedlich 1:1, doch die Teams aus den Karnevalshochburgen schenkten sich wahrlich nichts über die 90 Minuten. Auch an der Seitenlinie kochten die Emotionen über: Die Bänke beider Mannschaften lieferten sich so manch verbales Scharmützel, das in der zweiten Hälfte in einer Rudelbildung gipfelte. Mainz-Trainer Bo Svensson sah sogar ob des Geschehens die Gelbe Karte.

Szenen wie diese verdeutlichen: Sowohl die "Nullfünfer" mit Svensson als auch der FC mit Steffen Baumgart haben an der Seitenlinie emotionale Typen stehen, die mit ihren Schützlingen auffällig mitfiebern. Bei den "Geißböcken" tigert der Trainer in der Coaching Zone (und darüber hinaus) umher, dirigiert lautstark seine Mannschaft und zeigt für einen Übungsleiter körperlich ungewohnt großen Einsatz. In Mainz ist dagegen eine andere Art des Coachings angesagt: Bo Svensson wirkt schier stoisch an der Seitenlinie, manchmal sogar fast nordisch-unterkühlt – um dann fast wie ein Vulkan auszubrechen und seinen Trainer-Emotionen freien Lauf zu lassen.

Auch am Samstag dürfte es in Köln-Müngersdorf ordentlich zur Sache gehen: Sowohl die "Geißböcke" (Platz acht, 40 Punkte), als auch die Mainzer (Rang zehn, 38 Zähler) schielen noch Richtung Europapokal-Qualifikation, die je nach Ausgang der Saison sogar durch den siebten Tabellenplatz erreicht werden könnte. Damit sind die Kontrahenten durchaus positive Überraschungen dieser Spielzeit, wären doch beide beinahe abgestiegen im vergangenen Jahr. Das sportliche Stimmungshoch in den Karnevalshochburgen: Es ist eng mit den Trainern verknüpft, die ihre Mannschaften nach Amtsübernahme wiederbelebt haben.

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Steffen Baumgart (1,43 Punkte pro Spiel) und Bo Svensson (1,51 vor dem Augsburg-Spiel) sind fraglos die Architekten des Erfolgs. Der Kölner Coach hat damit den besten Punkteschnitt aller FC-Trainer im Zeitalter der 3-Punkte-Regel, der Däne sogar den besten Punkteschnitt aller Trainer der "Nullfünfer" in der Bundesliga. Allein durch die Emotionalität am Spielfeldrand ist dieser klare Aufwärtstrend in Köln und in Mainz wahrlich nicht zu erklären, doch spielt gewiss die Herangehensweise beider Charaktere im Umgang mit Mannschaft und Umfeld eine Rolle. Baumgart und Svensson haben einen Weg gefunden – einen Weg, der bis in den Europapokal führen könnte. Es sind eben zwei echte Typen, deren Wege sich da am Samstag im RheinEnergieStadion kreuzen werden.

Heißsporne untereinander: Bo Svensson und Steffen Baumgart hatten sich im Hinspiel einiges zu sagen - Revierfoto via www.imago-images.de/imago images/Revierfoto