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Kopf an Kopf ging es Hin und Her beim Sonntagabendspiel
Kopf an Kopf ging es Hin und Her beim Sonntagabendspiel - © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Philip Ziegler
Kopf an Kopf ging es Hin und Her beim Sonntagabendspiel - © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Philip Ziegler
bundesliga

Sechs-Tore-Spektakel zwischen Heidenheim und Stuttgart

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Der 1. FC Heidenheim 1846 und der VfB Stuttgart haben sich 3:3 (2:2) getrennt. Chris Führich (5.) brachte die Gäste früh in Führung, Eren Dinkçi (20.) glich aus. Arijon Ibrahimović (34.) per Elfmeter und Maximilian Mittelstädt (45.) ebenfalls vom Punkt sorgten für den Halbzeitstand. Nach der Pause traf Sirlord Conteh (82.) für Heidenheim, ehe Deniz Undav (88.) den Endstand herstellte. Chris Führich wurde zum Spieler des Spiels gewählt.

Tabellenschlusslicht gegen Champions-League-Anwärter - die Rollen vor dem Anpfiff schienen klar verteilt. Der 1. FC Heidenheim 1846 steckte nach neun sieglosen Spielen und vier Niederlagen in Serie mit nur 13 Punkten am Tabellenende fest. Eine historisch schlechte Ausbeute, mit der in der Drei-Punkte-Ära noch nie eine Mannschaft die Klasse halten konnte.

Dem gegenüber stand der formstarke VfB Stuttgart, der nach der Winterpause beeindruckende 16 von 21 möglichen Punkten holte und am letzten Spieltag auf einen Champions-League-Platz zurückgekehrt war. Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß rotierte nach dem 4:1-Erfolg in der Europa League bei Celtic Glasgow auf fünf Positionen, darunter startete Chris Führich anstelle von Toptorjäger Deniz Undav.

Eren Dinkçi feiert ausgelassen seinen wichtigen Ausgleichstreffer zum 1:1 für den 1. FC Heidenheim - IMAGO/nordphoto GmbH / Hafner

Blitzstart und schnelle Antwort

Der VfB begann wie erwartet druckvoll und ging früh in Führung. Führich eroberte den Ball im Mittelfeld, startete ein Solo in Richtung Tor und schob überlegt ins rechte Eck ein (5.). Ein Blitzstart für die Schwaben, die anschließend mit viel Ballbesitz das Geschehen kontrollierten.

Der Tabellenletzte wirkte zunächst geschockt, fand aber überraschend schnell eine Antwort. Nach einem schnellen Konter wurde Christian Conteh in Szene gesetzt, dessen abgefälschter Schuss perfekt vor die Füße von Eren Dinkçi landete. Der Stürmer bewies Übersicht und traf platziert zum 1:1-Ausgleich (20.).

Das Selbstvertrauen der Gastgeber wuchs spürbar, während Stuttgart weiter gefährlich blieb. Nach einem intensiven Schlagabtausch kam es zur Schlüsselszene: Maximilian Mittelstädt foulte Dinkçi im Strafraum. Arijon Ibrahimović verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zur 2:1-Führung für Heidenheim (34.).

Jubel bei Sirlord Conteh: Der Einwechselspieler bringt Heidenheim in der 82. Minute mit 3:2 in Führung - Sebastian Widmann

Spektakulärer Schlagabtausch

Die Gäste steckten den Rückschlag aber schnell weg. Kurz vor der Pause brachte Conteh Chema im Strafraum zu Fall, und Schiedsrichter Sascha Stegemann zeigte auf den Punkt. Mittelstädt trat an und erzielte mit einem präzisen Schuss den 2:2-Ausgleich (45.). Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie intensiv und offen. Beide Teams suchten die Entscheidung, wobei die Heidenheimer deutlich schneller die verlorenen Bälle zurückeroberten. Die Partie blieb bis in die Schlussphase völlig offen.

In der 82. Minute schien das Tabellenschlusslicht die Sensation perfekt zu machen. Nach einem Konter parierte Alexander Nübel zunächst den Schuss von Ibrahimović, doch der Ball landete bei Sirlord Conteh, der nur noch ins leere Tor einschieben musste – 3:2 für Heidenheim! Doch die Stuttgarter bewiesen Moral.

Der eingewechselte Undav erhielt den Ball im Strafraum und traf mit einem präzisen Schuss zum 3:3-Ausgleich (88.). In der hektischen Schlussphase hatten beide Teams noch Chancen auf den Siegtreffer. Zuerst verfehlte Undav aus kurzer Distanz das Ziel, dann verpasste Adam Kölle per Kopfball knapp die erneute Heidenheimer Führung. 

Früher Jubel im Heidenheimer Stadion: Chris Führich brachte die Gäste aus Stuttgart bereits nach fünf Minuten in Führung. - IMAGO/Eibner-Pressefoto

Man of the match: Chris Führich

Trotz des hohen Unterhaltungswertes mit sechs Toren war es ein Spieler, der bereits nach fünf Minuten zuschlug, der zum Spieler des Spiels gewählt wurde. Chris Führich brachte den VfB Stuttgart früh in Führung, nachdem er im Mittelfeld energisch den Ball eroberte und anschließend mit einem präzisen Abschluss vollendete. Der Offensivspieler war über die gesamte Spielzeit eine ständige Gefahr für die Heidenheimer Defensive. Mit seiner Geschwindigkeit (32,4 km/h Höchstgeschwindigkeit) und Kreativität schuf er immer wieder gefährliche Situationen, bevor er in der 66. Minute ausgewechselt wurde. Nicht umsonst sammelte er mit 245 Punkten die meisten Fantasy-Manager-Punkte unter allen Spielern.

Deniz Undav (rechts) feiert mit Maximilian Mittelstädt seinen wichtigen Ausgleichstreffer zum 3:3 für den VfB Stuttgart - Sebastian Widmann

Bundesliga Match Facts
xGoals: Heidenheim 2,71 - Stuttgart 2,29
Schnellster Spieler: Sirlord Conteh (FCH), 35,11 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:1 von Eren Dinkçi (FCH), 15 Prozent
Most Pressed Player: Angelo Stiller (VFB), 17 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Patrick Mainka (FCH), 1,67

Fantasy Heroes: Chris Führich (245 Punkte), Arijon Ibrahimović (242), Eren Dinkçi (226)