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München - Morgen rollt der Ball wieder in der Bundesliga, wenn Borussia Mönchengladbach und Tabellenführer FC Bayern München am Freitag (ab 20 Uhr im Live-Ticker) aufeinandertreffen und die Rückrunde einläuten.

Bis dahin schuften die Bundesligisten in ihren Trainingslagern oder zuhause für den Start, suchen Profis neue Herausforderungen und testen Vereine ihre Form. bundesliga.de liefert einen Überblick über das aktuelle Geschehen am Donnerstag.

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Freis und Terrazzino fehlen zum Rückrundenstart

Der SC Freiburg muss am Samstag gegen Bayer Leverkusen auf Sebastian Freis und Marco Terrazzino verzichten. Freis konnte wegen Achillessehnenproblemen nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. Das Gleiche gilt für Terrazzino, der zwar in den Testspielen wieder im Einsatz war, am Dienstag im Training aber auf das Knie fiel und noch Beschwerden hat.

Hannover wohl mit Diouf

Trainer Tayfun Korkut von Hannover 96 kann bei seinem Bundesliga-Debüt offenbar auf seinen Top-Stürmer Mame Diouf zurückgreifen. Der Senegalese scheint seine muskulären Probleme überwunden zu haben. "Er hat das komplette Mannschaftstraining absolviert", sagte Korkut zwei Tage vor dem Derby beim VfL Wolfsburg. Der Nachfolger von Mirko Slomka sitzt an diesem Wochenende erstmals auf der Trainerbank der Niedersachsen und feiert seine Premiere als Coach in der Bundesliga.

Die Aufgabe bei dem ins Straucheln geratenen Tabellen-13. geht Korkut voller Zuversicht und Selbstvertrauen an. "Die Mannschaft ist bereit", sagte der Ex-Profi, obwohl er in der Vorbereitung keinen Sieg einfahren konnte. Trotzdem: "Alle haben voll mitgezogen. Wir haben viel gearbeitet."

In dieser Saison hat Hannover, mit Europa-League-Ambitionen in die Serie gestartet, noch keinen Auswärtspunkt geholt und nur eines der letzten elf Spiele gewonnen (2:0 gegen Eintracht Frankfurt am 1. Dezember). "Wir wollen jetzt schnell den Klassenerhalt sichern und vielleicht noch um Platz zehn mitspielen", sagte 96-Präsident Martin Kind beim traditionellen Medien Lunch des Clubs zu Beginn des Jahres. 

Torwartfrage in Mainz offen

Trainer Thomas Tuchel vom FSV Mainz 05 hat die T-Frage vor dem Bundesliga-Rückrundenstart offen gelassen und Neuzugang Ja-Cheol Koo keine Startelf-Garantie für das Spiel beim VfB Stuttgart am Samstag gegeben. "Auf Dauer wird er natürlich bei uns beginnen und uns helfen, das ist doch klar", sagte Tuchel am Donnerstag über den Südkoreaner Koo.

Der 40-jährige Tuchel wehrte sich allerdings vehement gegen die Annahme, die Mainzer wollten mit Mittelfeldspieler Koo (24) ab sofort die Spitzengruppe der Bundesliga ins Visier nehmen. "Alles, was wir auf dem Transfermarkt tun, dient dem Ziel, Mainz 05 in der Bundesliga zu etablieren", meinte der gebürtige Schwabe Tuchel: "Und das geht nicht, ohne Stück für Stück Qualität hinzuzufügen." Koo, Kapitän der südkoreanischen Nationalmannschaft, war am vergangenen Wochenende vom Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg zum Tabellenneunten gewechselt.

Bedeckt hielt sich Tuchel zudem bei der Frage, wer am Samstag das Mainzer Tor hüten und damit in der Rückrunde die Nummer eins sein wird: Der 20-jährige Loris Karius oder der in der Winterpause von Lokomotive Moskau verpflichtete kroatische Nationalkeeper Dario Kresic (29)? Youngster Karius, der die Routiniers Christian Wetklo und Heinz Müller verdrängte, hatte bei seinen Einsätzen zum Ende der Vorrunde überzeugt.

Fehlen werden den Mainzern in Stuttgart der Rot-gesperrte Petar Sliskovic sowie die verletzten Malik Fathi, Julian Baumgartlinger und Dani Schahin. 

De Bruyne vor Debüt

Neuzugang Kevin de Bruyne wird wohl bereits in seinem ersten Spiel für den VfL Wolfsburg in der Startelf stehen. "Ich sehe kein Risiko, ihn jetzt sofort reinzuschmeißen", sagte Trainer Dieter Hecking vor dem Rückrundenstart am Samstag gegen Hannover 96: "Man hat bereits in den wenigen Tagen, in denen Kevin jetzt bei uns ist, gemerkt, welche Qualität er hat."

Hecking lobte den 22 Jahre alten Mittelfeldspieler aus Belgien nach wenigen Trainingseindrücken in den höchsten Tönen. "Ich glaube, Kevin hat eine Qualität, die es so bisher bei uns noch nicht gab. Es ist auch ein gutes Zeichen, wenn die Mitspieler ihm bereits die Bälle zuspielen", sagte Hecking: "Er ist schnell mit dem Ball, schnell im Handeln und stark im Eins-gegen-Eins."

Unklar ist noch, wie die Niedersachsen ihr Spielsystem im Derby anpassen werden und wer für de Bruyne aus der Startformation weichen muss. "Ich lasse mein Bauchgefühl entscheiden", sagte Hecking.

Schweinsteiger fällt aus - Ribery zweifelhaft

Bastian Schweinsteiger wird beim Spiel gegen Gladbach noch nicht dabei sein wird, das erklärte Bayern-Coach Pep Guardiola auf der Pressekonferenz: "Bastian ist ein sehr wichtiger Spieler für uns. Wir brauchen ihn, aber er muss fit sein." Auch hinter dem Einsatz von Franck Ribery steht ein Fragezeichen. Arjen Robben wird nach seiner Verletzung wieder im Kader der Münchner stehen, aber wohl auf der Bank Platz nehmen. Eine Option ist auch Pierre Emile Hojbjerg. Der 18-Jährige könnte angesichts der Ausfälle zum Rückrunden-Auftakt seine Chance bekommen. Hojbjerg sei der beste Spieler gegen Salzburg gewesen und habe Guardiola in der Vorbereitung überzeugen können.

Bayer noch ohne Sam

Bayer Leverkusen muss zum Rückrundenauftakt am Samstag beim SC Freiburg weiter auf Sidney Sam verzichten. Der Nationalspieler befindet sich nach seinem Muskelfaserriss zwar wieder im Mannschaftstraining, das Spiel kommt für ihn aber noch zu früh.

Zudem muss Trainer Sami Hyypiä auf Robbie Kruse (Kreuzbandriss) sowie die gesperrten Philipp Wollscheid und Emir Spahic verzichten. Wollscheid und Spahic werden in der Viererkette durch Stefan Reinartz und Emre Can ersetzt. "Das wird ein schweres Spiel, das haben wir schon im Pokal gesehen", sagte Hyypiä mit Verweis auf den knappen 2:1-Erfolg im Achtelfinale des DFB-Pokals Anfang Dezember im Breisgau. 

Hummels beschwerdefrei - Gündogan trainiert

Vor dem Rückrundenstart des BVB hat sich das Lazarett gelichtet. Jürgen Klopp kann wieder auf einen fast kompletten Kader zurückgreifen. Lediglich Mats Hummels, Ilkay Gündogan und der Langzeitverletzte Neven Subotic werden gegen Augsburg noch nicht im Kader stehen. "Hummels ist völlig beschwerdefrei und hat gut gearbeitet", sagte Klopp. Auch bei Gündogan geht es aufwärts: "lkay ist auf dem Platz und nicht so weit davon entfernt, wieder zur Verfügung zu stehen."

Gisdol: "Innenverteidigung wird Härtefall"

"Ich bin sicher, dass wir in der Rückrunde weniger Gegentore bekommen werden als in der Vorrunde", sagte Hoffenheims Trainer Markus Gisdol. In der Innenverteidigung hat er gleich mehrere Spieler auf einem Niveau zur Auswahl. Wer gegen Nürnberg in der Startelf steht, lässt Gisdol noch offen. 

Den kommenden Gegner schätzt der Coach der TSG stärker ein, als es der Tabellenplatz vermuten lässt: "Nürnberg hat sich in der Winterpause weiterentwickelt. Verbeek hat einen genauen Plan."

"Alle Jungs sind fit"

Auch in Stuttgart ist die Vorfreude auf die Rückrunde groß. "Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung. Alle Jungs sind fit", sagte Thomas Schneider. "Mainz ist eine spielerisch gute Mannschaft mit einem schnellen Umschaltspiel. Wir müssen hellwach sein."

Alternativen für Träsch

Christian Träsch wird zum Rückrundenauftakt der Wolfsburger am Samstag gegen Hannover 96 ausfallen. Träsch hatte wegen eines Magen-Darm-Infekts mit dem Training aussetzen müssen und wird nicht rechtzeitig fit. Dafür könnte Slobodan Medojevic in die Abwehrkette rücken. Auch Ricardo Rodriguez, der sonst auf der linken Seite verteidigt, ist eine Möglichkeit, um den Ausfall von Träsch zu kompensieren.

Hunt fraglich

Die beiden Bremer sind ein Thema für den Kader. Die nächsten Tage werden entscheiden, ob es für das Spiel gegen Braunschweig reicht. Auch hinter Aaron Hunt ist noch ein Fragezeichen. "Er ist noch nicht so gut, noch stark angeschlagen. Es ist noch nicht abzusehen, ob er morgen trainieren kann", sagte Robin Dutt. Sicher ausfallen werden hingegen Clemens Fritz und Luca Zander.

Zufrieden zeigte sich der Trainer auch mit der Vorbereitung: "Wir haben gut gearbeitet,haben den Anspruch zu gewinnen,der Gegner wird uns aber alles abverlangen."

Luhukay mit Personalsorgen

Jos Luhukay kann den Rückrundenstart kaum noch erwarten: "Wir freuen und riesig, dass es endlich wieder losgeht!" An das letzte Spiel gegen Eintracht Frankfurt hat die Hertha noch gute Erinnernungen. Luhukay misst dem 6:1-Sieg im Sommer aber keine große Bedeutung bei: "Das Hinspiel liegt ein halbes Jahr zurück, das ist vorbei. Wir müssen versuchen, die Wiedergutmachung zu verhindern."

Fehlen werden ihm Tolga Cigerci, Anthony Brooks, Sascha Burchert und Marius Gersbeck. "Wir haben genügend Alternativen im Mittelfeld. Ich mache mir keine Sorgen", lässt sich der 50-Jährige durch die Ausfälle nicht verunsichern.

Darum kann Gladbach Bayern schlagen:

Wenn am Freitagabend die Bundesliga-Rückrunde mit dem Klassiker zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Bayern startet, blickt nicht nur ganz Fußball-Deutschland Richtung Niederrhein. Bringen die Fohlen den scheinbar übermächtigen Gegner aus München zu Fall? bundesliga.de zeigt, dass die Chancen der Borussen gar nicht mal so gering sind. Sehen Sie selbst!

Die voraussichtlichen Aufstellungen

Der Start in die zweite Hälfte der Bundesliga rückt immer näher. Morgen abend ist es so weit. Die Trainer tüfteln noch an ihren Mannschaften. So könnten die Teams auflaufen: Klicken Sie sich durch