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Köln - Roberto Di Matteo ist der neue Chef beim FC Schalke 04. Doch warum haben sich die Königsblauen ausgerechnet für den 44-jährigen Italo-Schweizer entschieden? bundesliga.de hat sich auf Spurensuche begeben und zehn Fakten zum ehemaligen Chelsea-Coach zusammengestellt.

1. Wurzeln:

Geboren am 29. Mai 1970 in Schaffhausen wuchs Di Matteo, der eine Schwester hat, als Kind italienischer Gastarbeiter auf. Sein Vater war Kranführer, seine Mutter Hausfrau. Und obwohl er seine komplette Kindheit in der Schweiz verbrachte, entschied er sich später für die italienische Nationalmannschaft.

2. Privatleben:

Di Matteo gilt als ausgesprochener Familienmensch. Mit seiner Frau, der Engländerin Zoe, hat er drei Kinder. Auch nach seinem Rauswurf bei Chelsea im Jahr 2012 wohnt die Familie im Londoner Stadtteil Chelsea unweit der Stamford Bridge.

3. Sprachtalent:

Di Matteo bildet sich früh weiter und entdeckt seine Begeisterung für fremde Kulturen. Der Multilinguist spricht insgesamt sechs Sprachen fließend (darunter auch Deutsch, Italienisch und Englisch).

4. Kluger Kopf: 

Nach seiner Karriere als Spieler erwirbt Di Matteo in der Schweiz ein Diplom in Betriebswirtschaftslehre und absolviert an der European School of Economics in London einen weiteren BWL-Kurs.

5. Fußballerische Anfänge:

Schon früh sorgt “Röbi“, wie sie ihn in der Schweiz liebevoll nennen, fußballerisch für Aufsehen. Über die Schülermannschaft “Speedy Gonzalez“ geht es in die Jugend des FC Schaffhausen, wo er vor allem für seine Tore bekannt ist. Immer an seiner Seite: sein Vater und Förderer Fiorindo.

6. Karriere als Spieler:

Mit 18 Jahren schafft er den Sprung in die Profimannschaft des FC Schaffhausen. Dort kickt er gemeinsam mit Bundestrainer Joachim Löw. Über die Stationen FC Zürich und FC Aarau zieht es in schließlich ins Heimatland seiner Eltern zu Lazio Rom. Nach 87 Partien in der Serie A wagt er den Sprung auf die Insel zum FC Chelsea, wo er seine Karriere im Jahr 2000 verletzungsbedingt beenden muss.

Im Spiel gegen St. Gallen zieht er sich eine Unterschenkelfraktur sowie einen zweifachen Wadenbeinbruch zu. Neun Operationen muss er über sich ergehen lassen, es droht sogar zwischenzeitlich eine Beinamputation. Zwischen 1994 und 1998 trägt er 34 Mal das Trikot der italienischen Nationalelf und nimmt an der WM 1998 in Frankreich teil.

7. Titel als Spieler:

  • Schweizer Meister (FC Aarau, 1992/93)
  • FA Cup (FC Chelsea, 1996/97 und 1999/00)
  • League Cup (FC Chelsea, 1997/98)
  • Europapokal der Pokalsieger (FC Chelsea, 1997/98)
  • UEFA Super Cup (1998)

8. Karriere als Trainer: 

Seine Trainerkarriere beginnt er in der dritten englischen Liga bei den Milton Keynes Dons, von wo er nach nur einer Saison zu Zweitligist West Bromwich Albion wechselt. Mit Westbrom gelingt im bereits in der ersten Spielzeit der Aufstieg in die Premier League. Nach seiner Entlassung im Februar 2011 heuert er als Co-Trainer von Andre Villas-Boas beim FC Chelsea an. Im März 2012 macht ihn Club-Chef Roman Abramowitsch zum neuen Teammanager.

9. Erfolge als Trainer:

  • Premier-League-Aufstieg mit West Bromwich Albion (2009/10)
  • FA Cup (FC Chelsea, 2011/12)
  • Champions League (FC Chelsea, 2011/12)

10. Sein Stil:

Entgegen landläufiger Meinungen ist Di Matteo Verfechter des Offensivfußballs, vor allem das schnelle Umschaltspiel hat es ihm angetan. Seine Teams agieren meist im 4-2-3-1 oder 4-3-3-System. Für ihn zählt in erster Linie mannschaftliche Geschlossenheit. Dass er jedoch auch mit dem Catenaccio vertraut ist, zeigt die Art und Weise des Champions-League-Gewinns mit dem FC Chelsea.

Thomas Ziemann

Linksammlung:

Vorstellung: Defensiv-Bastler mit Blick nach vorne

"Ein echter Winner-Typ" - Stimmen zu Di Matteo

Portrait: Das ist Roberto Di Matteo

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Steckbrief: Alle Fakten zu Roberto Di Matteo

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