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München - Die Achtelfinals sind komplett: Als letzte beiden Teams qualifizierten sich Argentinien und Belgien - jeweils nach Verlängerung (Spielplan). Ottmar Hitzfeld leitete dabei sein letztes Spiel als Trainer. bundesliga.de präsentiert die News am ersten von zwei WM-"Pausentagen" vor den Viertelfinals.

22:41 Uhr: Der ehemalige deutsche Nationaltorwart Toni Schumacher befürchtet, dass für die sogenannte goldene Generation in der deutschen Nationalmannschaft am Ende nur Blech übrigbleibt. "Ich habe ein bisschen Angst davor, dass man mit den besten Spielern, die der DFB je hatte, keinen Titel holt", sagte der Europameister von 1980. Der 60-Jährige weiß aber aus eigener Erfahrung: "Es ist natürlich auch nicht einfach, Weltmeister zu werden." Schumacher, 1982 und 1986 mit der DFB-Auswahl Vize-Weltmeister, attestiert der deutschen Mannschaft bei der WM in Brasilien bislang eine ordentliche Leistung: "Die Gruppenspiele waren okay. Das Spiel gegen Algerien war sicherlich nicht das, was wir uns alle erhofft hatten." 

21:27 Uhr: Der ehemalige Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann hat einen Tag nach dem WM-Aus mit der Nationalmannschaft der USA ein positives Fazit gezogen, akzeptiert aber auch kritische Stimmen. "Nun wird uns keiner mehr unterschätzen. Wir haben uns Respekt erarbeitet und sind definitiv auf dem richtigen Weg", sagte der Schwabe nach dem 1: 2 nach Verlängerung gegen Belgien, ergänzte aber auch: "Wenn du im Achtelfinale ausscheidest, heißt die Erkenntnis: Du hast noch viel Arbeit vor dir."  

20:25 Uhr: Der argentinische Schiedsrichter Nestor Pitana (39) pfeift das WM-Viertelfinale der deutschen Nationalmannschaft am Freitag in Rio de Janeiro gegen Frankreich (ab 17:45 Uhr im Live-Ticker). Das gab der Weltverband FIFA am Mittwoch bekannt. Für das Viertelfinale des WM-Gastgebers Brasilien gegen Kolumbien am Freitag in Fortaleza hat die FIFA den Spanier Carlos Velasco angesetzt.

19:30 Uhr: Vor dem WM-Viertelfinale gegen Frankreich am Freitag in Rio scheint eine Systemänderung und vor allem ein Positionswechsel von Philipp Lahm bei der deutschen Nationalmannschaft nicht mehr ausgeschlossen. DFB-Kapitän Lahm könnte gegen die Equipe Tricolore doch wieder auf der rechten Seite als Außenverteidiger auflaufen, wie Bundestorwarttrainer Andreas Köpke kurz vor der Abreise der DFB-Auswahl aus ihrem WM-Quartier Campo Bahia Richtung Copacabana am Mittwoch andeutete.

"Es ist ja nicht so, dass alles so bleiben muss, nur weil der Bundestrainer sich mal vor Zeiten darauf festgelegt hat. Wir halten nicht stur an einer Linie fest, sondern diskutieren über die aktuelle Situation", sagte der Europameister von 1996.

Köpke betonte, dass die sportliche Leitung sehr wohl wisse, dass Lahm "super auf rechts spielen kann". Der 52-Jährige stellte aber klar: "Wir müssen das machen, wovon wir überzeugt sind, dass es für den Erfolg der Mannschaft die beste Lösung ist." Lahm war gegen Algerien nach der Auswechslung von Mustafi in der 70. Minute wieder auf die rechte Seite der Viererkette gewechselt. Da Mats Hummels wieder genesen ist und deshalb Jerome Boateng wieder auf die rechte Seite rücken könnte, scheint ein erneuter Einsatz von Lahm im Mittelfeld auch nicht ausgeschlossen.

Köpke ließ aber durchblicken, dass es auch anders kommen könne. "Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira haben über die Spiele und im Training wieder mehr zu ihrem Spiel gefunden, auch körperlich. Ich gehe davon aus, dass sie beide 90 Minuten gehen können", sagt der 52-Jährige.

19:10 Uhr: Frankreichs Innenverteidiger Mamadou Sakho (24) hat vor dem Viertelfinal-Duell gegen Deutschland ein heißes Herz und einen kühlen Kopf bei seinen Teamkollegen eingefordert. Die Equipe Tricolore werde "vielleicht aggressiv, aber nicht bösartig" in die Partie gegen den ewigen Rivalen gehen.

Die Mannschaft von Trainer Didier Deschamps war zuletzt mit einem sehr körperbetonten Spiel aufgefallen. Blaise Matuidi hatte im Achtelfinale gegen Nigeria (2:0) Glück, dass er nach einem rüden Foul gegen Ogenyi Onazi nicht mit Rot vom Platz flog.

Derweil hat sich Raphael Varane (21) von den Strapazen gegen Nigeria erholt und ist für die Partie gegen Deutschland einsatzbereit. "Es geht ihm gut. Er war ein bisschen angeschlagen, aber er lächelt wieder", sagte Sakho über seinen Partner in der Innenverteidigung. Varane, Teamkollege von Sami Khedira bei Real Madrid, war nach der Partie gegen Nigeria dehydriert und musste die Nacht von Montag auf Dienstag im Krankenhaus verbringen.

17:57 Uhr: Ottmar Hitzfeld tippt und hofft nach dem Ausscheiden mit der Schweizer Nationalmannschaft auf Deutschland als Weltmeister. "Ich bin noch Deutscher, also sage ich Deutschland", sagte der 65-Jährige auf seiner Abschieds-Pressekonferenz am Mittwoch in Sao Paulo. "Dann kann ich zum Schluss wenigstens noch jubeln."

Allerdings erklärte Hitzfeld auch schmunzelnd: "Es wäre schön gewesen, irgendwann nochmal auf Deutschland zu treffen und Deutschland rauszuwerfen." Mit den Eidgenossen scheiterte der Meistermacher von Bayern München und Borussia Dortmund im Achtelfinale durch ein 0:1 nach Verlängerung gegen Argentinien. Er wird nun seine Karriere beenden.

17:31 Uhr: Die Stimmung in der deutschen Mannschaft ist nach wie vor sehr ausgelassen und gut. Lukas Podolski und Co. freuen sich auf das Viertelfinale gegen Frankreich.

16:41 Uhr: Green ist die Hoffnung: Youngster Julian Green blickt die USA trotz des Ausscheidens gegen Belgien in eine hoffnungsvolle Zukunft. Er soll bei der WM 2018 eine zentrale Rolle spielen (Bericht).

15:33 Uhr: Mats Hummels und Lukas Podolski stehen Bundestrainer Joachim Löw am Freitag im WM-Viertelfinale in Rio de Janeiro gegen Frankreich wieder zur Verfügung. Der Dortmunder Abwehrspieler Hummels hat seinen fiebrigen Infekt auskuriert. Podolski vom FC Arsenal ist nach einer Zerrung im Oberschenkel wieder einsatzfähig. "So gut wie wieder hergestellt", twitterte Hummels (25) am Mittwoch. Er nahm genauso wie Podolski (29) auch am Training der deutschen Nationalmannschaft am Mittwochvormittag Ortszeit in Santo Andre teil.

Dafür fehlte Christoph Kramer, der gegen Algerien sein WM-Debüt gefeiert hatte, beim Training. Er habe "leichten Schüttelfrost", sagte Köpke. Es würden am Mittwochabend aber alle Spieler nach Rio mitfliegen. Verzichten muss Löw gegen die Franzosen aber auf Shkodran Mustafi. Für den 22-Jährigen ist die WM wegen eines Muskelbündelrisses im Oberschenkel beendet. Laut Köpke werde der Profi von Sampdoria Genua jedoch bei der Mannschaft bleiben und behandelt werden.

15:32 Uhr: Doublegewinner Bayern München drückt der WM weiter seinen Stempel auf. Zehn Spieler des deutschen Rekordmeisters stehen im Viertelfinale. Die Chancen, dass ein Münchner Profi am Ende den Goldpokal in den Händen hat, stehen 50:50. Vier der acht verbleibenden Teams haben Bayern-Unterstützung. Wenn am 13. Juli im legendären Maracana die deutsche Mannschaft, Brasilien, Belgien oder die Niederlande triumphieren, jubelt der deutsche Meister mit. Noch größer ist allerdings die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens ein Weltmeister 2014 in der englischen Premier League spielt. Bis auf Außenseiter Costa Rica haben alle Viertelfinalisten England-Legionäre dabei, meist in Hauptrollen. Die zweitmeisten Viertelfinalisten hinter Bayern stellt der FC Arsenal, drei der sieben spielen für Deutschland: Per Mertesacker, Lukas Podolski und Mesut Özil. Der FC Chelsea folgt mit sechs Spielern, darunter Andre Schürrle. Die Bayern-Stars fielen bislang auch als Torjäger auf. Thomas Müller führt die DFB-Elf mit vier Treffern an, Arjen Robben brillierte in Oranje nicht nur wegen seiner drei Treffer, und Xherdan Shaqiri führte die Schweiz mit seinem Dreierpack gegen Honduras überhaupt erst in die K.o.-Runde. 14 Tore erzielten Münchner Profis bislang - ebenfalls WM-Spitze. 30-mal waren Bundesligaspieler insgesamt erfolgreich.

14:51 Uhr: Mats Hummels ist auf dem Weg der Besserung. Der Dortmunder, der gegen Algerien hatte pausieren müssen, postete ein Bild vom Strand in Campo Bahia.

13:47 Uhr: Bastian Schweinsteiger blickt auf das Viertelfinale gegen Frankreich voraus. Er erwartet ein schweres Spiel - und freut sich aufs Maracana.

12:21 Uhr: Bundestrainer Joachim Löw lässt sich von der anhaltenden Kritik an seiner Aufstellung nicht beeindrucken. "Ich habe meine Entscheidungen getroffen - auch was die Rolle von Philipp Lahm betrifft. Und dazu stehe ich bis zum Schluss", stellte der 54-Jährige in der Wochenzeitung Die Zeit klar. Löw wird Lahm wohl auch im Viertelfinale gegen Frankreich am Freitag im Mittelfeld aufbieten. Dass viele Experten den Kapitän lieber auf seiner alten Position auf der rechten Seite der Viererkette sehen würden, lässt den Bundestrainer kalt. Diese Position werde Lahm nur einnehmen, "falls wir auf der rechten Seite ein akutes Problem im Spiel bekommen sollten und ich sage: Okay, jetzt ist Philipp Lahm gefordert, der viel Druck nach vorne entfalten kann." Dies sei allerdings ein Notfall-Szenario: "Wir müssen verhindern, dass der Notfall eintritt." 

12:02 Uhr: Rihanna, Sabine Lisicky, Andre Agassi, Dirk Nowitzki: Alle fiebern bei der WM mit. bundesliga.de präsentiert die witzigsten und emotionalsten Tweets zum Turnier in Brasilien.

10:53 Uhr:Thomas Müller, der schon bei der letzten WM Torschützenkönig wurde, greift erneut nach dieser persönlichen Auszeichnung. Das DFB-Team glaubt jedenfalls fest daran und postete die aktuelle Torjägerliste des Turniers mit den Worten "da geht noch was".

10:30 Uhr: Die Auszeichnung "Top-Spieler aus der Bundesliga" holten sich am Dienstag Julian Green, Kevin De Bruyne und Daniel van Buyten (zur Meldung).

9:48 Uhr: Der DFB-Fahrplan zum Viertelfinale gegen Frankreich:

Donnerstag, 3. Juli: 

Zwischen 7.00 und 9.00 Uhr: Wecken und Frühstückbrunch mit Obst, Müsli, Aufschnitt, diversen Brotsorten und warmen Gerichten.
12.30 Uhr: Mittagessen mit Fleisch, Fisch, Salaten.
14.30 Uhr: Abschlusstraining im Maracana-Stadion. (35 Minuten Fahrzeit)
15.40 Uhr: Pressekonferenz im Maracana-Stadion - mit
Bundestrainer Joachim Löw und einem Spieler.
17.00 Uhr: Abschlussbesprechung
19.00 Uhr: Abendessen
23.00 Uhr Bettruhe

Freitag, 4. Juli:
7.00 bis 9.00 Uhr: Wecken und Frühstückbrunch mit Obst, Müsli, Aufschnitt, diversen Brotsorten und warmen Gerichten. Anschließend individuell kurze Gymnastik- und Aufwärm-Übungen.
11.00 Uhr Abfahrt mit Polizeieskorte zum Maracana-Stadion (35 Minuten Fahrzeit).
12.00 Uhr: Abschluss-Ansprache von Löw in der Kabine und anschließend Aufwärmen im Stadion.
12.45: Einlaufen und anschließend Absingen der Nationalhymnen
13.00 Uhr: Anstoß Frankreich - Deutschland

9:40 Uhr: Frankreichs derzeit verletzter Superstar Franck Ribery (31) von Bayern München wird nicht nach Brasilien reisen, um die Equipe Tricolore im WM-Viertelfinale gegen Deutschland am Freitag in Rio de Janeiro anzufeuern. "Ribery ist mit seiner Familie in den Ferien und erholt sich", sagte Noel Le Graet, Präsident des französischen Fußball-Verbandes FFF, der Nachrichtenagentur AFP.

9:33 Uhr: Die Schweizer Presse ist nach dem WM-Aus der Eidgenossen untröstlich. Ottmar Hitzfeld wird nach seinem letzten Spiel auf der Trainerbank entusiastisch gefeiert. Einige Pressestimmen: 

Blick: "Ottmar, wir weinen mit dir. Erst den lieben Bruder verloren, dann den WM-Achtelfinal.Der traurige Abgang des Nati-Trainers. Danke, GOTTmar Hitzfeld! Der erfolgreichste Nati-Trainer tritt ab. Nati erst in Verlängerung geschlagen. Brutales WM-Out für die Schweiz."

Neue Züricher Zeitung: "Spektakel und Drama. Die SFV-Auswahl unterliegt Argentinien trotz einer guten Leistung 0:1. Dem Favoriten gelingt erst in der 118. Minute der Siegtreffer. Danach fehlt den Schweizern das Glück, das sie verdient hätten."

20 Minuten: "Der würdevolle Abgang einer Trainer-Legende. Mit dem WM-Achtelfinal gegen Argentinien endete auch die Karriere von Ottmar Hitzfeld. Der blöde Pfosten versaut Schweizer WM-Party. Blerim Dzemaili verpasst für die Schweiz den Ausgleich gegen Argentinien. Er scheitert in der Verlängerung am Aluminium."

9:11 Uhr: Dank Julian Green hat Bayern München bei der Fußball-WM die Führung in der Torjägerliste nach Klubs weiter ausgebaut. Der 19-Jährige erzielte beim 1:2 der USA nach Verlängerung gegen Belgien das 14. WM-Tor des deutschen Rekordmeisters. Zuvor hatten bereits Thomas Müller (4), Xherdan Shaqiri (Schweiz/3), Arjen Robben (Niederlande/3), Mario Mandzukic (Kroatien/2) und Mario Götze (1) für den Doublegewinner getroffen. Zweiter ist der FC Barcelona (10) vor Manchester United (8). Weil für Belgien auch der Wolfsburger Kevin de Bruyne traf zog die Bundesliga mit insgesamt 30 Toren wieder mit England gleich. Dritter ist Spanien (23).

News-Ticker der vergangenen Tage: 

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