Zusammenfassung

  • Jedes Jahr schaffen eine Vielzahl von Talenten in der Bundesliga den Durchbruch
  • Auch 2017/18 stehen zahlreiche hochtalentierte Teenager in den Kadern der Clubs
  • Wir stellen 20 dieser Akteure in vier Artikeln vor - hier ist Teil drei

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Köln - In jeder Saison gibt es sie: Junge Talente, die sich in der Bundesliga in den Vordergrund spielen und sich einen Namen machen. Julian Brandt, Mahmoud Dahoud oder Julian Weigl sind nur einige der Akteure, die in den letzten Jahren auf der Überholspur an die Spitze unterwegs waren. Kurz vor dem Start in die neue Spielzeit stellen wir Euch 20 Top-Talente vor, die in den kommenden Monaten für Furore sorgen könnten. Heute Teil drei.

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Marco Friedl (Bayern München, 19)

David Alaba ist nicht der einzige österreichische Linksverteidiger, der beim FC Bayern München im Kader steht. Marco Friedl spielte in der vergangenen Saison in der U19 des Rekordmeisters. Bereits im Winter durfte Friedl mit ins Trainingslager nach Doha, seitdem trainiert er regelmäßig mit den Profis. Im Juli unterschrieb er dann seinen ersten Profivertrag bei den Bayern.

Als energiegeladener Linksverteidiger mit einer Vorliebe für Standardsituation hat sich Friedl vieles von seinem Landsmann Alaba abgeschaut. Der 19-Jährige bewies in der Vorbereitung, dass er für Trainer Carlo Ancelotti eine gute Alternative auf der linken Defensiv-Position ist.

Aymen Barkok (Eintracht Frankfurt, 19)

Eintracht Frankfurts Trainer Niko Kovac übertrieb nicht, als er über Aymen Barkok als "wahres Juwel" sprach. Der ehemalige kroatische Nationaltrainer ließ sein hoffnungsvolles Talent allerdings zunächst lange auf der Bank schmoren, bis zum Auswärtsspiel am 20. November 2016 bei Werder Bremen, als der damals 18-Jährige in der 90. Minute das Siegtor erzielte und die Eintracht-Fans in Ekstase versetzte.

Sechs Wochen später spielte er sich mit einem Tor und einem sehenswerten Assist im Spiel gegen Mainz endgültig ins Rampenlicht. Nach der Partie verglichen einige Fans Barkok gar schon mit dem großen ehemaligen Frankfurt-Star Jay-Jay Okocha. Knüpft der deutsche U19-Nationalspieler in der kommenden Saison genau dort an, wird ihm der Durchbruch gelingen, daran besteht kaum ein Zweifel. Das Potenzial ist in jedem Fall vorhanden.

Landry Dimata (Wolfsburg, 19)

Der VfL Wolfsburg sucht immer noch nach dem legitimen Nachfolger von Kevin de Bruyne und hat diesen vielleicht in seinem belgischen Landsmann und Stürmer Landry Dimata gefunden. Der belgische U21-Nationalspieler schaffte in der vergangenen Saison beim belgischen Club Oostende den Durchbruch im Profibereich. Er erzielte elf Tore und drei Assists in 24 Spielen in der Jupiler League, Vorboten für einen Wechsel über die Grenze nach Deutschland.

Mario Gomez wird Dimata in der Spitze nicht verdrängen können, jedoch kann er auch auf einer anderen Offensivposition spielen und dort seine Stärken Kreativität, Schnelligkeit und Flexibilität ausspielen. Diese Vorzüge könnten für den VfL durchaus hilfreich sein, schließlich war die Wolfsburger Offensive vergangene Saison die drittschlechteste (34 Tore) der Liga. Und auch im großen Schatten von Mario Gomez zu stehen, ist für einen Youngster wie Dimata sicherlich nicht das Schlechteste, um sich in Ruhe weiterentwickeln zu können.

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Laszlo Benes (Borussia Mönchengladbach, 19)

Obwohl Laszlo Benes schon im Juni 2016 zu den Fohlen gewechselt ist, nach einer ereignisreichen Saison bei seinem slowakischen Heimatverein Zilina, bekamen die Fohlen-Fans erst an den letzten Spieltagen der vergangenen Saison sein Talent zu sehen. Er ist kreativ und hat das Auge, das man als Mittelfeldspieler braucht. Ausgerechnet gegen den FC Bayern München feierte Benes sein Bundesliga-Debüt. Gleich im zweiten Spiel erzielte er gegen Hertha BSC sein erstes Tor. Die hoffnungsvolle Saat ist gesät und nach dem Weggang von Mahmoud Dahoud kann man noch einiges vom "neuen Marek Hamsik", wie er bereits genannt wird, erwarten.

Felix Passlack (Borussia Dortmund, 19)

Der scheinbar legitime Erbe von Lukasz Piszczek auf der Rechtsverteidiger-Position bei Borussia Dortmund, Felix Passlack, klopft hart an die Tür der ersten Elf beim BVB. 13 Bundesliga-Spiele stehen für den 19-Jährigen zu Buche, der auch schon Erfahrung in der Champions League, im DFB-Pokal und Supercup sammeln durfte.

Um Piszczek verdrängen zu können, wird es noch eine Weile dauern, aber Passlacks Vielseitigkeit - er hat bereits auf beiden Außenverteidiger-Positionen sowohl defensiv auch als offensiv gespielt - öffnet dem Gewinner der prestigeträchtigen Fritz-Walter-Medaille in Gold von 2015 einige Türen. Er hat außerdem den jugendlichen Elan und die nötige Aggressivität, um das vom neuen BVB-Coach Peter Bosz vorgegebene, extreme Gegenpressing zu praktizieren.