Zusammenfassung

  • Die 2. Bundesliga steht vor einer spannenden Saison.
  • Anders als 2016/17 gibt es keine klaren Favoriten auf den Aufstieg.
  • Auch die Aufsteiger könnten eine gute Rolle spielen

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Köln - Die neue Saison in der 2. Bundesliga rückt näher. Am Montag den 26. Juni haben die letzten Zweitligisten die Vorbereitung auf die Spielzeit 2017/18 aufgenommen, die am 28. Juli starten wird. Es verspricht eine spannende Saison zu werden, in der der Favoritenkreis auf den Aufstieg in die Bundesliga so groß ist wie selten zuvor.

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Vor einem Jahr war die Situation eindeutig. Der VfB Stuttgart und Hannover 96 wollten unbedingt den direkten Wiederaufstieg schaffen und galten als wahrscheinlichste Kandidaten für die Plätze eins und zwei. Diesem Ruf wurden die beiden Vereine gerecht und kehrten nach nur einer Saison Abstinenz in die Bundesliga zurück.

Vor der neuen Saison sind andere Worte zu hören. "Wir gehen mit ganz viel Demut in die 2. Bundesliga", sagte etwa Maik Walpurgis, Trainer des FC Ingolstadt 04, beim Trainingsauftakt. Für den Absteiger aus Bayern gehe es darum, sich "komplett von dem freizumachen, was in der Vergangenheit war." Das Ziel Aufstieg gibt der FCI nicht aus.

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Gleiches gilt für Mitabsteiger SV Darmstadt 98. Im Interview mit der "Welt" erklärte Lilien-Präsident Rüdiger Fritsch: "Darmstadt 98 wird definitiv nicht den sofortigen Wiederaufstieg als oberste Prämisse aufrufen, weil es in der realistischen Einschätzung nicht adäquat ist."

Enges Rennen um die Spitzenplätze

Bei den beiden Absteigern regiert die Vorsicht. Doch zum Favoritenkreis zählen sie naturgemäß trotzdem. In dieser Saison ist der Kreis allerdings so groß wie selten zuvor. Wer zählt noch dazu? Eintracht Braunschweig natürlich, die Löwen sind erst in der Relegation am Aufstieg gescheitert. Der 1. FC Union Berlin war auch lange im Rennen. Und sonst? Fürth, St. Pauli, Bochum, Heidenheim, Düsseldorf, oder gar noch mehr? Die Liste potenzieller Spitzenteams ist lang. Das Rennen um die begehrten Plätze dürfte ein enges werden.

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Gleiches gilt allerdings auch für den Abstiegskampf. Denn die Mannschaften, die aus der 3. Liga aufgestiegen sind, zählen keineswegs zur Kategorie Fallobst. Der MSV Duisburg kennt die 2. Bundesliga bestens und hat den direkten Wiederaufstieg geschafft. Holstein Kiel hat lange an der Rückkehr in die 2. Bundesliga gearbeitet - insgesamt waren die Störche 36 Jahre weg - und wird alles dafür tun, nicht so schnell wieder runter zu müssen.

Und beim SSV Jahn Regensburg, der den Durchmarsch aus der Regionalliga geschafft hat, wird schon laut über die Bundesliga nachgedacht. Investor Philipp Schober erklärte gegenüber der "Mittelbayerischen Zeitung" selbstbewusst: "Ich sage ganz klar: Eine Stadt wie Regensburg mit diesem Einzugsgebiet und dieser Wirtschaftskraft gibt definitiv einen Erstligastandort her."

Spannung oben und unten in der Tabelle ist garantiert - die Fans der 2. Bundesliga dürfen sich auf eine interessante Saison 2017/18 freuen!

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