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Der Tabellenletzte FSV Frankfurt zu will sich nicht abhängen lassen - doch dazu sollten schon sehr bald Punkte eingefahren werden. Ausgerechnet jetzt ist der TSV 1860 München zu Gast, der zuletzt neues Selbstvertrauen getankt hat.

Gerne würden die Frankfurter die "Löwen" ohne Beute nach Hause schicken und endlich den ersten "Dreier" der Saison einfahren, nachdem es zuletzt im eigenen Stadion immerhin zu einem 1:1 gegen Kaiserslautern gereicht hatte.

Doch die Mannschaft von Hans-Jürgen Boysen hat erhebliche Personalprobleme. Neben den Langzeitverletzten Müller, Albbayrak, Junior Ross, Coulibaly, Lagerblom und dem Ex-"Löwen" Ledgerwood fehlen nun auch Matthew Taylor (Erkältung), Gledson (Adduktorenverletzung) und Oulaid Mokhtari (Sprunggelenksverletzung).

Orahovac vor Debut

Zumindest könnte Sanibal Orahovac zu seinem Pflichtspieldebut kommen, für ihn liegt nun die Spielergenehmigung vor. "Er ist im Kader und die Chancen, dass er aufläuft, sind nicht schlecht", sagt Boysen.

Torwart Patric Klandt gibt sich indes so zuversichtlich wie möglich. "Wir sind heiß auf das Spiel und wissen, was auf uns zukommt", sagt der Keeper.

"Weiter Gas geben"

Das weiß auch 1860-Trainer Ewald Lienen: "Von den Punkten und Ergebnissen her haben wir uns auswärts nicht mit Ruhm bekleckert." Der Heimsieg gegen den MSV Duisburg am vergangenen Wochenende bedeute erst einmal "gar nichts", betont Lienen:

"Der Sieg war bitter nötig, um wieder atmen zu können. Dieser Erfolg muss uns anpushen, um weiter Gas zu geben."

Peniel Mlapa und Biancucchi, die beide erstmals gegen den MSV in der Anfangself standen, werden auf alle Fälle im 18-Mann-Kader stehen. "Aber es gibt noch mehr Kandidaten", sagt Lienen und verweist darauf, dass innerhalb von acht Tagen drei Partien auf dem Programm stehen.


MSV Duisburg - Hansa Rostock

Peter Neururer erwartet viel von seinen Spielern. Zum einen steht Hansa Rostock nur einen Punkt vor den "Zebras", zum anderen soll die Mannschaft eine Reaktion nach der Niederlage bei 1860 München zeigen.

Yankov und Schlicke dabei

"Wir haben Ansprüche, denen wir derzeit leider hinterher laufen. Wir müssen handeln und nicht nur reden." Zumindest stehen ihm dafür wieder einige zuletzt verletzte Spieler zur Verfügung: Chavdar Yankov ist voll einsatzfähig und wird von Beginn an auf dem Platz sein. Ebenso Björn Schlicke, der zu Wochenbeginn nur Lauf- und Einzeltraining absolvieren konnte.

Neben Sören Larsen wird Caiuby im Sturm spielen. "Für uns gibt es am Samstag nur eine Marschrichtung - und zwar nach vorne. Wir wollen und müssen dieses Spiel unbedingt gewinnen", so Neururer.

"Duisburg unter Druck"

Auch bei den Gästen ist ein wichtiger Spieler zurück: Kapitän Martin Retov hat sich fit gemeldet. Der dänische Nationalspieler, der sich lange mit einem grippalen Infekt herumgeplagt hatte, konnte am Donnerstag problemlos trainieren.

Nicht dabei ist hingegen Fin Bartels, der einen Muskelfaserriss auskurieren muss. Trainer Andreas Zachhuber glaubt an ein schweres Spiel im Ruhrgebiet. "Die Duisburger stehen unter Druck. Sie haben vor der Saison ganz klar gesagt, dass sie aufsteigen wollen. Jetzt haben sie mit Sören Larsen einen richtig torgefährlichen Stürmer geholt", sagt er.

Wenn Larsen am Samstag so gefährlich ist wie von Zachhuber befürchtet, könnte Duisburg an den Rostockern in der Tabelle vorbeiziehen.