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Seit 2005 ist Marcel Koller Trainer des VfL Bochum. Er führte die einst als "graue Maus" geltenden Bochumer aus der zweiten Liga zurück ins "Oberhaus" und kämpft seit dieser Zeit darum, den VfL zu etablieren.

Dabei bleibt der Schweizer jedoch Realist: "Für einen Verein wie den VfL wird es auf absehbare Zeit immer darum gehen, die Klasse zu halten". Aktuell steht der VfL auf dem Relegationsplatz.

Im Interview auf der Website des Hamburger SV spricht der Übungsleiter über die Partie am Sonntag gegen die Hansestädter, seine Mannschaft und über die hohe Lebensqualität im Ruhrpott.

Frage: Herr Koller, am Sonntag gastiert der HSV in Bochum. Wenn man auf die Tabelle schaut, sieht es eindeutig aus...

Marcel Koller: Auf den ersten Blick vielleicht, aber die Bundesliga zeigt eigentlich an jedem Spieltag, dass jeder gegen jeden gewinnen kann. Wir gehen in jede Partie mit der Einstellung, sie gewinnen zu wollen und das wird auch am Sonntag gegen den HSV so sein.

Frage: Sie haben hsv.de in einem Interview aus dem Jahr 2006 gesagt: "Unsere Ziel ist klar umrissen: wir wollen um jeden Preis den Abstieg verhindern, um den VfL langfristig in der Bundesliga zu etablieren". Die Klasse konnte gehalten werden. Sehen sie den VfL in der Liga etabliert?

Koller: Für einen Verein wie den VfL wird es auf absehbare Zeit immer darum gehen, die Klasse zu halten. Uns steht weniger als die Hälfte des Bundesliga-Durchschnitts an Budget zur Verfügung und wir sind dennoch in jedem Jahr einen Schritt vorangegangen. Die Infrastruktur wird stetig verbessert und die Möglichkeiten, die man als Trainer oder auch Spieler beim VfL hat, sind zum großen Teil vorbildlich. Vor dieser Saison wurde zudem in einer Größenordnung in den Kader investiert, wie noch niemals zuvor. Die Verantwortlichen wollen den VfL also auch weiterbringen.

Frage: Der VfL belegt in der Tabelle zur Zeit "nur" den 16. Platz. Wo liegen die Gründe dafür?

Koller: Es sind einige verschiedene Gründe. Zum einen haben wir viele kleinere Verletzungen gehabt, mit denen die Spieler für drei oder vier Wochen ausfallen und so nicht in den Rhythmus kommen oder gar große Teile der Vorbereitung verpasst haben. Zudem haben wir Spiele, die wir bestimmt haben oder in denen wir die klar besseren Möglichkeiten herausgespielt haben, nicht gewonnen. Individuelle Fehler und Unkonzentriertheiten haben ihr übriges dazu getan. Wir haben zu oft die Punkte geteilt, wenn wir eigentlich einen Sieg hätten erreichen müssen.

Frage: Es fällt auf, dass Ihre Mannschaft trotz des Tabellenplatzes gegen die Spitzenteams wie Bayern München, Werder Bremen oder Borussia Dortmund Unentschieden geholt hat. Das spricht für das Potential des Teams.

Koller: Wir sind in dieser Saison noch nicht auseinandergespielt worden und haben bewiesen, dass wir gegen jede Mannschaft mithalten können. Leider stehen unter dem Strich aber zu wenige Punkte und genau das gilt es, jetzt zu ändern. Daran arbeiten wir Tag und Nacht.

Das komplette Interview lesen Sie auf der Webseite des Hamburger SV.