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Hamburg - Der HSV hat mit dem 2:1 gegen den VfB Stuttgart seinen ersten "Dreier" der Saison eingefahren. Dementsprechend glücklich und zufrieden schaute Sportchef Frank Arensen am Montag drein. Zurücklehnen gibt es für den Dänen aber ebenso nicht wie für die Mannschaft, die unter der Leitung von Rodolfo Cardoso am Montag wieder auf dem Trainingsplatz ackerte.

Nach der Absage an Huub Stevens geht es weiterhin darum, einen neuen Übungsleiter für die "Rothosen" zu finden. Auf der Website des Vereins äußert sich Arnesen über den ersten Bundesligaerfolg, die Absage an Stevens und die weitere Trainersuche.

Frage: Herr Arnesen, am Wochenende muss es Ihnen wie allen HSV-Fans nach langer Zeit wieder richtig gut gegangen sein, oder?

Frank Arnesen: Na klar. Ich habe am Wochenende beim Frühstück gesessen und gesagt: Hey, wir haben gestern drei Punkte geholt. Das war ein gutes Gefühl.

Frage: War das der nötige Brustlöser für die Mannschaft?

Arnesen: Das wird man sehen. Wie sagt man in Deutschland so schön: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Die drei Punkte waren schön und wichtig, aber jetzt gilt es, mit der gleichen Konzentration weiter zu arbeiten. Wir sind immer noch am Tabellenende - auch wenn wir jetzt vielleicht wieder mit einer breiteren Brust auftreten.

Frage: Ihre Arbeit geht ebenfalls mit Hochdruck weiter. Die Mannschaft braucht noch einen neuen Trainer. Wer sitzt gegen Schalke auf der Bank?

Arnesen: Cardoso sitzt am Sonntag gegen Schalke 04 neben mir auf der Bank. (lacht) Und das wird diesmal auch wirklich so sein, außer ich bin vielleicht krank oder er. Gegen Freiburg ist das eine andere Sache. Wir haben nach Schalke noch zwei Wochen Zeit.

Frage: Mit Huub Stevens schien fast alles klar. Warum ist die Verpflichtung am Ende gescheitert?

Arnesen: Ich habe immer gesagt, dass wir nicht nur mit einem Kandidaten sprechen wollen. Nach den Gesprächen mit Huub Stevens habe ich entschieden, dass er es nicht wird. Zu den Gründen und genauen Inhalten der Gespräche möchte ich mich nicht im Detail äußern. Nur so viel: Ich will einen Trainer, der sich 100 Prozent für unseren Verein entscheidet. Das ist das Gefühl, das ich haben muss.

Frage: Also beginnt die Suche von Neuem?

Arnesen: Ich habe auch mit anderen Kandidaten gesprochen. Wir haben kein fest gestecktes Zeitfenster. Es ist nicht so, dass wir nach dem Spiel gegen Schalke zwingend einen neuen Trainer vorstellen müssen. Aber meine Einstellung ist: Wir müssen über einen Trainer reden, der zu uns kommt und nicht über mögliche Kandidaten.

Frage: Reden wir über einen Trainer, der schon da ist. Was schätzen Sie an Rodolfo Cardoso?

Arnesen: Er bleibt immer er selbst. Er spricht logisch, klar und ruhig. Nicht viel, aber das, was er sagt, ist sehr gut und auf den Punkt gebracht. In der Halbzeit in Stuttgart ist er beispielsweise sehr ruhig geblieben, hat gesagt, es ist noch nichts verloren, wir liegen nur 0:1 zurück. Anschließend hat er den Spielern Mut zugesprochen. Die Art und Weise hat mir sehr gut gefallen.

Das vollständige Interview finden Sie auf der Webseite des Hamburger SV...