ANZEIGE

Düsseldorf - Aufatmen in Düsseldorf. Nach den beiden Niederlagen zum Rückrundenauftakt gegen Augsburg und in Mönchengladbach verscheuchten die Rheinländer latent aufkommende Abstiegssorgen durch einen couragiert herausgespielten und verdienten .

Zum Matchwinner avancierte Robbie Kruse, der den Aufsteiger per Doppelpack zum 2:0 auf die Siegerstraße geschossen hatte. Nach dem Spiel stellte sich der 24-jährige Australier zum Interview.

Frage: Glückwunsch Herr Kruse zum 3:1-Erfolg der Fortuna gegen den VfB Stuttgart und Ihren beiden Toren. Wie bewerten Sie das Spiel?

Robbie Kruse: Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Wir hatten eine gute Struktur im Spiel und waren bei unseren Kontern sehr gefährlich. Das war eine gute Vorstellung von uns.

Frage: Was hat die Mannschaft diesmal nach den beiden Auftaktniederlagen besser gemacht?

Kruse: Wir waren sehr enttäuscht darüber, wie wir in den ersten beiden Spielen aufgetreten sind und was für blöde Tore wir bekommen haben. Gegen Stuttgart haben wir das erste Tor gemacht. Das hat uns mit den Zuschauern im Rücken viel Selbstvertrauen gegeben. Wir haben unter der Woche sehr hart an unserem Spielaufbau gearbeitet. Das hat sich ausgezahlt.

Frage: Sie haben in der Bundesliga sehr schnell gelernt sich durchzusetzen, nachdem es noch vor einem Jahr ganz anders aussah und Sie Schwierigkeiten hatten, sich eine Klasse tiefer zu behaupten. Jetzt haben Sie sogar Ihren ersten Doppelpack in der Bundesliga geschnürt. Wie fühlen Sie sich?

Kruse: Ich bin gerade etwas müde und rede eigentlich nicht so gerne über mich selbst. Ich freue mich einfach für das Team. Natürlich auch über meine Tore, aber der Sieg der Mannschaft war wichtiger. Wir spielen jetzt in einer großartigen Liga gegen tolle Teams. Wir gehören jetzt selber zu diesen Teams. Wir wissen, wie wir spielen müssen und haben die beiden Niederlagen gut weggesteckt. Wir brauchten den Sieg dringend und haben ihn geschafft.

Frage: Erzählen Sie von Ihren beiden Toren.

Kruse: Das erste Tor hat mir Robert Tesche gut aufgelegt. Zum Glück war der Schuss dann drin. Und beim zweiten Tor hat Ken Ilsö einen tollen Pass gespielt. Ich habe erst noch überlegt, ob ich den Ball quer lege, dann aber die Lücke gesehen und ihn selbst reingemacht.

Frage: Wo lagen die Probleme in den ersten beiden Rückrundenspielen?

Kruse: In den letzten Spielen sind wir in Rückstand geraten, teilweise durch schlampige Gegentore. In der Bundesliga ist es dann immer schwer, nach einem Rückstand wiederzukommen. Diesmal lagen wir vorne, das hat uns einen Schub gegeben. Wir waren auch aggressiver.

Frage: Sie haben gegen Stuttgart auf der rechten Seite gespielt, nachdem Sie vorher meistens zentral oder über links kamen. Welche Position ist Ihnen am liebsten?

Kruse: Das weiß ich nicht so genau. Ich genieße es einfach zu spielen. Hauptsache ich kann dem Team weiterhelfen.

Frage: Wie war Ihre erste Humba mit den Fans?

Kruse: Es hat Spaß gemacht. Johannes van den Bergh hat mir dabei geholfen. Ich habe mich hoffentlich nicht so schlecht dabei angestellt. Ich würde mir wünschen, dass mein Deutsch ein bisschen besser wäre. Im Moment ist es noch etwas schwierig für mich.

Frage: Die Fortuna hat nun 24 Punkte auf dem Konto. Wie bewerten Sie die Lage in der Bundesliga?

Kruse: Für uns war es wichtig, nach zwei Niederlagen wieder zu punkten. Wir hatten eine großartige Hinrunde. Ich hoffe, dass wir jetzt wieder in der Spur sind. Mit jedem Erfolg halten wir die letzten drei Plätze auf Abstand.

Frage: Am kommenden Sonntag gastiert die Fortuna beim SC Freiburg. Was für ein Spiel erwarten Sie?

Kruse: Da wird ein ganz wichtiges Spiel gegen einen Gegner, der bislang eine richtig starke Saison spielt. Vorher spiele ich allerdings noch ein Länderspiel mit Australien in Spanien.

Aus Düsseldorf berichtet Tobias Gonscherowski