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München - Werder Bremen spielt bislang eine starke Saison. Nach zwölf Spieltagen rangieren die Hanseaten punktgleich mit dem Tabellen-Zweiten Borussia Dortmund auf Position 3 der Tabelle. Vor dem Spitzenspiel in Mönchengladbach sprach bundesliga.de mit Werder-Stürmer Markus Rosenberg.

Der 29-jährige Schwede, der in der vergangenen Saison an den spanischen Erstligisten Racing Santander ausgeliehen war, ist voller Optimismus und mit neuem Selbstvertrauen an die Weser zurückgekehrt.

bundesliga.de: Wie zufrieden sind Sie mit dem
bisherigen Saisonverlauf des SV Werder?

Markus Rosenberg: Wir sind zufrieden. Wir sind oben mit dabei, haben schon einige gute Spiele absolviert und haben schon viele Punkte auf dem Konto.

bundesliga.de: Werder steht nach Ansicht einiger Experten vor den Wochen der Wahrheit, stehen doch die Spiele gegen die direkten Konkurrenten in Mönchengladbach, München und Schalke auf dem Programm. Aber gegen direkte Konkurrenten wie gegen Dortmund oder Hannover hat Werder verloren. Was spricht dafür, dass Werder trotzdem auch nach der Hinrunde in den Top 3 der Tabelle steht?

Rosenberg: Wir hoffen, dass wir uns oben festsetzen können, das ist unser Ziel. Wir können auch gegen gute Gegner bestehen, das haben wir gegen Dortmund gezeigt. Da haben wir ein gutes Spiel gemacht, nur leider das Tor nicht getroffen.

bundesliga.de: Trauen Sie Werder Bremen zu, im Titelkampf eingreifen zu können?

Rosenberg: Ja, ich glaube, dass wir auch Meister werden können. Wir sind stark genug und müssen positiv denken.

bundesliga.de: Werder hat in dieser Saison schon einige Spiele nach Rückstand gedreht. Braucht die Mannschaft erst einmal einen Warnschuss, um in Schwung zu kommen?

Rosenberg: Nein. Wir fragen uns auch, woran das liegt. Das darf auch nicht immer so weiter gehen. Es ist sehr schwer, einen 0:2-Rückstand wie gegen Köln aufzuholen. Das klappt nicht immer.

bundesliga.de: In der öffentlichen Wahrnehmung gilt Claudio Pizarro in Bremen als unverzichtbar. Wie abhängig ist Werder von den Toren des Peruaners?

Rosenberg: Ich glaube nicht, dass Werder von ihm abhängig ist. Wir haben auch schon in dieser Saison Spiele ohne ihn gewonnen. Aber er ist natürlich ein richtig guter Spieler, der sehr wichtig für uns ist.

bundesliga.de: Im letzten Jahr haben Sie Werder in die Champions League geschossen und sind dann nach Spanien ausgeliehen worden. Wie überrascht waren Sie über die Probleme der Bremer in der vergangenen Saison?

Rosenberg: Ich habe in Spanien gar nicht so viel davon mitbekommen. Ich kannte zwar die Ergebnisse und habe von einigen Leuten gehört, dass es nicht so gut lief. Ich konnte die Spiele aber nicht im Fernsehen verfolgen und kenne deshalb auch nicht die Ursachen.

bundesliga.de: Wie wichtig war das knappe Jahr in Spanien für Ihre Entwicklung?

Rosenberg: Es war ein gutes Jahr. Ich habe regelmäßig gespielt, habe neun Tore gemacht, habe mich weiterentwickelt und bin mit neuem Selbstvertrauen zurück nach Bremen gekommen.

bundesliga.de: Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Bilanz nach Ihrer Rückkehr bei Werder?

Rosenberg: Ich bin zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf. Ich habe drei Tore geschossen und drei Assists beigesteuert, habe fast alle Spiele mitgemacht. Ich hoffe, dass meine Bilanz vor der Winterpause noch besser wird.

bundesliga.de: Mit welchen Gefühlen und Erwartungen fahren Sie am kommenden Samstag zum Spitzenspiel gegen Mönchengladbach in den Borussia-Park?

Rosenberg: Das wird ein schweres Spiel, denn die Borussia ist im Moment gut drauf. Sie hatte wie Werder auch ein schweres Jahr zu meistern und hat das geschafft. Wir müssen auf Marco Reus aufpassen, der sehr gefährlich ist. Aber wir müssen uns vor allem auf unsere Stärken konzentrieren. Wir wollen das Spiel in Mönchengladbach - wie jedes andere Spiel auch - gewinnen.

bundesliga.de: Im nächsten Jahr steht auch wieder eine EM auf dem Programm. Welche Chancen rechnen Sie sich aus, in den schwedischen EM-Kader berufen zu werden?

Rosenberg: Die EM im nächsten Jahr ist natürlich mein Ziel. Bei so einem Turnier will jeder Fußballer dabei sein. Im Moment habe ich eine Pause eingelegt und bin nicht im Kader. Ich habe mit dem Nationaltrainer gesprochen. Er beobachtet mich weiterhin, ich bin Bestandteil des großen Kaders und hoffe, dass ich im Sommer dabei bin.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski