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Torsten Frings biss auf die Zähne und spielte gegen Energie Cottbus trotz seines Nasenbeinbruches ohne Schutzmaske. Sein Traumtor zum 2:0 war die Vorentscheidung beim erstem Saisonsieg von Werder Bremen.

Nach dem 3:0-Erfolg über Energie Cottbus sprach Nationalspieler Torsten Frings über den Arbeitssieg gegen die Gäste aus der Lausitz und das erste Spiel in der Champions League am Dienstag gegen Anorthosis Famagusta.

Frage: Herr Frings, der 3:0-Sieg über Energie Cottbus war ein hartes Stück Arbeit, oder?

Torsten Frings: Wir wussten, dass Cottbus hier nur herkommt, um uns zu ärgern. Die wollten doch nur einen Punkt ermauern, wenn überhaupt. Wir haben zum Glück die Geduld gehabt, nachdem wir unsere vielen Chancen leichtfertig vergeben hatten.

Frage: Sie haben mit einem herrlichen Tor zum 2:0 getroffen.

Frings: Ja, am Ende wurden wir dann mit den beiden Sonntagsschüssen dafür belohnt, wo wir vorher noch Pech hatten. Ich habe den Ball gut getroffen, aber es gehört auch einfach Glück dazu.

Frage: Kamen im Laufe des Spiels Gedanken auf, diese Partie nicht zu gewinnen?

Frings: Man fängt natürlich an zu grübeln. Aber dennoch haben wir ein gutes Spiel gezeigt, haben keine Möglichkeiten zugelassen und am Ende in der Höhe verdient gewonnen.

Frage: Warum hat es so lange gedauert?

Frings: Wir haben es uns mal wieder unnötig schwer gemacht. Nach dem ersten Tor wirkten wir dann wie befreit. Und dass wir es überhaupt geschafft habe, ist ein Zeichen dafür, dass die Mannschaft intakt ist.

Frage: Ein Wort zu Diego. Am Freitag noch im Flugzeug und gestern eine starke Partie.

Frings: Es war ein gutes Spiel von ihm, aber ein Spieler ist nicht entscheidend. Das ganze Team war gut drauf. Er hat genauso viele Fehler und gute Aktionen gehabt wie wir alle. Man sollte ihn jetzt auch mal in Ruhe lassen und sich freuen, dass er wieder bei uns ist.

Frage: Haben sie während der 90 Minuten an Ihren Nasenbeinbruch gedacht?

Frings: Nein, das habe ich gar nicht bemerkt. Auch ohne Maske war das kein Problem. Die Ärzte haben sowieso gesagt, dass es nur ein psychologischer Schutz ist.

Frage: Wird Ihnen am Dienstag in der Champions League mit Famagusta ein ähnlicher Gegner gegenüberstehen?

Frings: Das wird so werden wie gegen Cottbus. Die werden auch nur herkommen, um maximal einen Punkt zu gewinnen.

Frage: Dann konnten Sie sich gegen Cottbus ja schon mal warmspielen.

Frings: Wichtig waren die drei Punkte und das Glücksgefühl, endlich gewonnen zu haben. Jetzt brauchen wir auch am Dienstag einen Erfolg um das Tor zum Achtelfinale aufzustoßen.

Aus Bremen berichtet Oliver Bülow