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München - Amsterdam, Madrid, London - jetzt Berlin. John Heitinga hat ein Händchen dafür, sich für Vereine zu entscheiden, die in Metropolen beheimatet sind. Ab diesem Sommer kickt der erfahrene Niederländer für Hertha BSC, wo er einen Vertrag bis 2016 unterzeichnet hat. Bei der Alten Dame soll der Innenverteidiger die in der vergangenen Saison nicht immer sattelfeste Defensive dicht bekommen, die insgesamt 48 Gegentore schlucken musste.

Der 1,80 Meter große Neuzugang entstammt der bekannten Talentschmiede von Ajax Amsterdam, wo er auch zum Profi reifte, zwei Mal holländischer Meister und drei Mal Pokalsieger wurde. 2008 wechselte er als Fußballer des Jahres in den Niederlanden zum spanischen Topclub Atletico Madrid. Von dort ging es nach nur einem Jahr weiter in die englische Premier League zum FC Everton. Bei den Toffees spielte der beinharte Verteidiger viereinhalb Jahre lang, bis er im Winter der letzten Spielzeit an den FC Fulham verliehen wurde.

Von London nach Berlin

Die Westlondoner - trainiert von Felix Magath - hätten Heitinga gerne über den Sommer hinaus behalten, doch der 30-Jährige wollte den Gang in die Zweitklassigkeit nicht antreten, stattdessen entschied er sich für einen Wechsel an die Spree. "Ich wollte unbedingt in die Bundesliga, deshalb freue ich mich sehr auf Hertha BSC", erklärte Heitinga. "Ich bin sehr gespannt auf die Mannschaft und ihre tollen Fans. Nach Amsterdam, Madrid und London wird Berlin nun die nächste Weltstadt sein, in der ich die Karriere fortsetze."

Heitinga ist neben Marvin Plattenhardt (1. FC Nürnberg), Valentin Stocker (FC Basel), Jens Hegeler (Bayer Leverkusen) und Genki Haraguchi (Urawa Red Diamonds) der fünfte Neuzugang der Berliner. Auf seiner Position in der Abwehr wird die zukünftige Nummer 5 der Hertha aber mit Fabian Lustenberger, John Anthony Brooks und Sebastian Langkamp um einen Stammplatz kämpfen.

Ganz viel Erfahrung für Hertha

Heitingas Chancen, unter Jos Luhukay gesetzt zu sein, stehen gut. Ein Blick auf Heitingas Vita verrät, über wie viel Erfahrung der Abwehrspieler verfügt. Er hat 308 Erstliga- und 87 Länderspiele auf dem Buckel und bestritt 2010 in Südafrika das WM-Finale mit der Elftal. Im Endspiel in Johannesburg machte der künftige Berliner allerdings eine unglückliche Figur, als er die Gelb-Rote Karte sah. Die Niederlande zog schließlich in der Verlängerung gegen Spanien den Kürzeren.

"John Heitinga ist ein international erfahrener Abwehrspieler, von dem insbesondere unsere jungen Spieler sehr profitieren werden", sagte Manager Michael Preetz.

David Schmidt