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Eintracht Frankfurt und 1. FSV Mainz 05 haben auf eine Untersuchung der Stiftung Warentest reagiert und den Verkauf ihrer aktuellen Trikots mit sofortiger Wirkung gestoppt. Grund dafür ist die erhöhte Konzentration von sogenannten Weichmachern, die in den Beflockungen der Jerseys enthalten sind.

"Uns haben die Untersuchungsergebnisse überrascht, wir haben sie mit Sorge aufgenommen. Obwohl es keine gesicherten Erkenntnisse über mögliche gesundheitliche Nachteile bei normalem Gebrauch unserer Trikots gibt, haben wir uns vorsichtshalber entschlossen, den Verkauf zu stoppen und den Fans die Möglichkeit des Umtauschs anzubieten", erklärte der Mainzer Präsident Harald Strutz die Situation.

"Ergebnisse in einer Woche"

Eine von den Mainzern selbst beim Institut Fresenius in Auftrag gegebene Untersuchung bestätigte den zuvor eingegangenen Hinweis von Stiftung Warentest. Das Umweltbundesamt rät zum Verzicht auf Weichmacher in Kunststoffen. Es sieht ein Risiko für den Menschen oder die Umwelt bei den Risikobewertungen allerdings nur in wenigen Anwendungsbereichen - zum Beispiel bei Babyartikeln oder Kinderspielzeug.

Auch die Eintracht hat bereits reagiert: Zunächst werden die aktuellen Heimtrikots umgetauscht. Zudem sind weitere Untersuchungen bereits in die Wege geleitet worden. "Wir haben die sofortige Prüfung der Beflockung auf Auswärts- und Ausweichtrikots sowie auf allen Trikots der Vergangenheit mit 3D-Schaumflock durch eine zertifizierte Textilprüfstelle veranlasst. Mit Ergebnissen ist in einer Woche zu rechnen", sagte Thomas Pröckl, stellvertretender Vorstandschef der Hessen.