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Ein echtes Traumlos hat der VfL Wolfsburg bei der UEFA-Pokal-Auslosung in Gruppe E erwischt. Am 5. Spieltag der Gruppenphase (17. Dezember) gastieren die "Wölfe" um Trainer Felix Magath beim italienischen Renommierclub AC Mailand.

"Ich freue mich natürlich auf den AC Mailand. Das ist ein tolles Los für uns. Die Gruppe ist insgesamt hochinteressant. Aber mit Mannschaften wie Heerenveen und Braga können wir uns messen. Wir wollen die Gruppenphase überstehen", so Magath.

Der Cheftrainer und Sportdirektor weiter: "Grundsätzlich hat der UEFA-Cup an Qualität gewonnen. Es wird vor allem für unsere jungen Spieler eine wichtige Erfahrung sein, sich mit Gegnern auf diesem Niveau zu messen. Durch die Spiele in der Gruppenphase wird sich unsere Mannschaft insgesamt weiterentwickeln."

Abwehrspieler Marcel Schäfer kommentierte die Auslosung wie folgt: "Es wird sicherlich nicht einfach. Für unsere Mannschaft ist es aber eine riesen Sache sich mit solchen Teams messen zu können. Besonders für unsere jungen Spieler ist das einfach eine tolle Erfahrung."

Hier ein Blick auf Wolfsburgs Gegner in Gruppe E:


AC Mailand:

Nach der spektakulären Verpflichtung des zweimaligen Weltfußballers Ronaldinho vom FC Barcelona und der Rückholaktion des verlorenen Sohnes Andrej Shevchenko vom FC Chelsea will der AC Mailand in der laufenden Saison wieder an seine ruhmreiche Vergangenheit anknüpfen. 2007 gelang zwar der Gewinn der Champions League, Milans letzter von insgesamt 17 nationalen Meistertiteln datiert allerdings aus dem Jahr 2004.

In der vergangenen Saison kamen die Lombarden in der Serie A nur auf Rang 5 und auch in der laufenden Spielzeit reicht es für das Team von Trainer Carlo Ancelotti trotz der Transferaktivitäten momentan nur zu Platz 8. Neben Ronaldinho und Shevchenko zählt vor allem der aktuelle Weltfußballer Kaka zu den Stützen der Mannschaft. Milan, das zwar insgesamt siebenmal den Europapokal der Landesmeister und die Champions League aber noch nie den UEFA-Cup gewinnen konnte, schaltete in der ersten Runde den FC Zürich aus.


SC Heerenveen:

Trotz einiger prominenter Abgänge konnte sich der SC Heerenveen auch in der laufenden Saison zunächst in der Spitzengruppe der heimischen Ehrendivision etablieren. Neben dem US-Amerikaner Michael Bradley, der zum Bundesliga-Aufsteiger Borussia Mönchengladbach wechselte, und Supertalent Miralem Sulejmani, das sich für die niederländische Rekordablöse in Höhe von 16,25 Millionen Euro Ajax Amsterdam anschloss, verließ auch Trainer Gertjan Verbeek den Verein.

Nach dem Wechsel des Coaches zu Feyenoord Rotterdam setzt nun der Norweger Trond Sollied die Arbeit fort und konnte den fünften Platz des Vorjahres bisher bestätigen. Bekanntester Spieler im Aufgebot Heerenveens, das in seiner Vereinsgeschichte noch keinen Titel gewinnen konnte, ist der ehemalige Nürnberger Gerald Sibon. In der ersten UEFA-Cup-Runde setzte man sich gegen Vitoria Setubal aus Portugal durch.


SC Braga:

Der größte Erfolg des SC Braga liegt bereits 42 Jahre zurück. 1966 wurde das Team aus dem Norden Portugals nationaler Pokalsieger und fuhr den bislang einzigen Titel der Vereinsgeschichte ein. Dass man dennoch über sportliche Qualitäten verfügt, bekam in der vergangenen Saison auch der deutsche Rekordmeister Bayern München zu spüren, der in der UEFA-Cup-Gruppenphase nicht über ein 1:1 in Braga hinauskam.

Die vergangene Saison in Portugal schloss der Club auf Rang 7 ab, im derzeitigen Klassement belegt man allerdings nur Platz 12. Dafür überstand man die UEFA-Cup-Qualifikation und die Auftaktrunde schadlos und setzte sich mit insgesamt vier Siegen zunächst gegen HSK Zrinjski Mostar aus Bosnien und anschließend gegen den slowakischen Meister Artmedia Petrzalka durch. Prominentester Spieler im Team von Trainer Jorge Jesus ist der Österreicher Roland Linz.


FC Portsmouth:

Der FC Portsmouth qualifizierte sich als englischer FA-Cup-Sieger für den UEFA-Pokal und schaltete in der ersten Runde Vitoria Guimaraes aus Portugal aus. Nach Platz 8 in der vergangenen Premier-League-Saison belegt Pompey in der laufenden Spielzeit den 7. Rang. Der Club ist seit Anfang 2006 im Besitz des französischen Geschäftsmanns Alexandre Gaydamak.

Prunkstück der Mannschaft von Teammanager Harry Redknapp ist der Angriff, wo neben den beiden englischen Nationalstürmern Peter Crouch und Jermain Defoe auch die Nigerianer John Utaka und Nwankwo Kanu unter Vertrag stehen. Seine größten Erfolge feierte Portsmouth durch den Gewinn der englischen Meisterschaftstitel 1949 und 1950.