ANZEIGE

Das grün-weiße Trikot ist ihm auf den Leib geschneidert. Die direkte norddeutsche Art liegt ihm, wenngleich sich die Geister genau deswegen immer wieder an ihm scheiden. Torsten Frings ist ein Original. Einer, der auch mal querdenkt. Einer, ohne den die Bundesliga aber nicht auskommt.

Frings ist ein Kerl mit Ecken und Kanten. Jede Mannschaft wünscht sich einen Typen wie ihn, der alle Mitspieler mitreißen kann und für den es die Worte "geht nicht" nicht gibt. Nicht ohne Grund machte ihn Thomas Schaaf nach Frank Baumanns Karriereende im Sommer 2009 zum Kapitän bei Werder.

Immer geradeaus

"Der Trainer erwartet von mir, dass ich vorne weg marschiere. Das mache ich ohnehin!", erklärte Frings nach seiner Ernennung zum Spielführer. Markige Aussagen, dafür ist er bekannt. Ebenso wie für sein kompromissloses Spiel und seinen hammerharten Schuss.

Angefangen hat alles bei seinem Heimatverein Rot-Weiß Alsdorf. Dort trat er 1982 erstmals gegen den Ball. Sechs Jahre später wechselte er zum Ortsrivalen Rhenania Alsdorf, ehe ihn 1990 Alemannia Aachen unter Vertrag nahm.

Anfänge als Stürmer

Nachdem er die Nachwuchsschule der Alemannia durchlaufen hatte, spielte Frings sich zunehmend ins Rampenlicht der "Schwarz-Gelben" - allerdings als Stürmer. Die großen Bundesliga-Clubs waren längst auf ihn aufmerksam geworden und so zog es ihn in der Winterpause 1996/97 nach Bremen.

Unter dem damaligen Trainer Dixie Dörner lernte Frings das Handwerk des defensiven Mittelfeldspielers. Die Zeiten als Stürmer waren vorüber. Die Umstellung gelang beinahe reibungslos und "Lutscher", wie ihn seine Mitspieler nennen, avancierte zu einem der besten Allrounder der Bundesliga.

Dortmund, München, Bremen

Frings Fähigkeiten ließen auch den DFB aufhorchen und so gab er schließlich im Februar 2001 sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft. Es folgte ein Wechsel nach Dortmund im Sommer 2002, wenige Wochen nach dem Erreichen des WM-Finals.

Doch nicht nur blieb der erhoffte sportliche Erfolg beim BVB aus, Frings hatte auch mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Sein Traum, ein Mal die Meisterschale halten zu dürfen, erfüllte sich erst im Frühjahr 2005. Mit dem FC Bayern München gewann Frings sogar das "Double".

Titel allein machen jedoch nicht glücklich. So zumindest sah es Frings. "Ich weiß, dass es für mich persönlich besser ist, in Bremen zu spielen", sagte er nur kurze Zeit nach dem Gewinn der Meisterschaft und kehrte im Sommer 2005 an die Weser zurück. Dass er die grün-weißen Farben jemals ablegen wird, ist unvorstellbar…

Zurück zum Spielerprofil von Torsten Frings