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München - Der 19. Spieltag stand ganz im Zeichen von Nachbarschaftsduellen. Ob in Mönchengladbach oder in Hannover - das Ziel war überall dasselbe: siegen. Sowohl die Gladbacher Borussia als auch die 96er gewannen ihre Derbys gegen Düsseldorf beziehungsweise Wolfsburg. Doch trotz der erreichte die Fortuna ihr Ziel - wenn auch nur im übertragenen Sinne, wie ein Blick in die Tracking-Daten des 19. Spieltags verrät.

Die Mannschaft von Trainer Norbert Meier legte im Borussia-Park eine Laufstrecke von 124 Kilometern zurück - damit hätte es die Fortuna ungefähr bis ins nordrhein-westfälische Siegen geschafft - zusammen mit den Gladbachern, die exakt die gleiche Laufstrecke zurückgelegt haben. So teilen sich beide den 2. Platz im Laufranking. Allerdings "nur" den 2. Platz, denn der dritte Rivale aus dem Rheinland, Bayer 04 Leverkusen, lief noch 1,5 Kilometer mehr.

Laufen allein reicht nicht



Dass das fleißige Abspulen von Kilometern nicht immer von Erfolg gekrönt ist, beweist der VfL Wolfsburg. Die 117,2 Kilometer sind hinter den drei niederrheinischen Rivalen der nächstbeste Wert, doch trotz des Engagements, knapp einer Stunde Überzahl, 25:4 Torschüssen und 64 Prozent Ballbesitz verloren die "Wölfe" mit 1:2 .

Auf Hannoveraner Seite präsentierten sich Andre Hoffmann (12,2 Kilometer) und Manuel Schmiedebach (12,4 Kilometer) besonders lauffreudig. Klar, dass der fleißigste Spieler in dieser Kategorie in einer der Wandergruppen vom Niederrhein zu finden ist: Der Gladbacher Tolga Cigerci lief 13,9 Kilometer.

Bayer Leverkusen

Borussia M'gladbach

Fortuna Düsseldorf

SC Freiburg

VfL Wolfsburg

Im Top-Spiel des 19. Spieltags fielen im Breisgau zwar keine Tore, intensiv ging es zwischen dem SC Freiburg und Bayer Leverkusen aber dennoch zu Werke. "Wir sind heute bis an unsere Grenzen gegangen", sagte SC-Trainer Christian Streich (Trainerstimmen). Dabei legten die Breisgauer ein gewaltiges Tempo vor und knackten mit ihren angezogenen Sprints gar die 200er-Marke.

Nicolai Müller muss auf Blitzer aufpassen



Am schnellsten unterwegs war ein Mainzer: Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 34,7 km/h müsste Müller in einer 30er-Zone auf Radarfallen aufpassen - ob er beim 3:0-Auswärtssieg der Mainzer mit den Fürther Ordnungshütern diesbezüglich Probleme bekommen hat, ist nicht überliefert . Die häufigsten Antritte legte ein anderer auf den Rasen: Marco Reus sprintete am Freitagabend beim 3:0-Sieg gegen Nürnberg 37 Mal.

Vielleicht wollte er ja schonmal nach Siegen, schließlich sind es ja von Dortmund auch nur knapp 100 Kilometer - mit 116,5 Kilometern war der ganze BVB-Tross zumindest auf dem besten Weg dorthin.

Maximilian Lotz



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