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Zunächst ging er nur von einer leichten Blessur im Sprunggelenk aus. Jetzt folgte allerdings die traurige Diagnose für Marcell Jansen.

Der Mittelfeldspieler zog sich bei einem Trainingsunfall am Donnerstag einen Riss des Syndesmosebandes im linken Fuß zu. Das ergab eine Kernspintomographie am Freitagnachmittag.

Zuletzt in bestechender Form

Ein harter Schlag für den zuletzt so starken Mittelfeldspieler des HSV. "Marcell wird mehrere Wochen ausfallen. Im Laufe des Wochenendes werden wir gemeinsam mit dem Spieler entscheiden, ob die Verletzung konservativ oder operativ behandelt wird", erklärte HSV-Mannschaftsarzt Dr. Oliver Dierk.

Jansen zeigte sich nach seiner Verletzungspause zu Beginn der Saison seit Ende der Hinrunde in bestechender Form. Als linker Mittelfeldspieler war er seit dem 16. Spieltag mit fünf Toren und vier Vorlagen fast an 50 Prozent der HSV-Tore in der Bundesliga beteiligt, dazu gesellen sich drei Treffer in der Europa League.

WM in Gefahr

Nicht zuletzt diese hervorragende Quote brachte ihn auch zurück in die Nationalmannschaft. Ende Februar wurde er von Bundestrainer Joachim Löw zum Leistungstest der DFB-Auswahl eingeladen. Nun ist nicht nur das Saisonfinale mit dem HSV fraglich, sondern auch die Weltmeisterschaft in Südafrika. Dementsprechend war die Reaktion von Jansen:

"Diese Diagnose ist für mich natürlich ganz bitter. Am Wochenende werden wir gemeinsam entscheiden, wie die Verletzung behandelt wird. Bis dahin trage ich schon einen Schienengips und werde den linken Fuß nicht belasten, damit die Schwellung so schnell wie möglich weg geht. Die Verletzung ist in dieser Phase der Saison besonders bitter, da wir mit der Mannschaft wichtige Spiele haben und natürlich auch die Weltmeisterschaft in Südafrika ein großes Ziel für mich ist."