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Am Ende eines der spektakulärsten Revier-Derbys feiert der BVB das Remis gegen Schalke als gefühlten Sieg. bundesliga.de hat die Reaktionen.

Borussia Dortmund

Jürgen Klopp: Ich habe schon Spiele gewonnen, über die ich mich weniger gefreut habe. Das war heute ein Crash-Kurs für Schalke-Trainer Fred Rutten und mich, um was es im Derby geht und wie das abläuft. Schalke ist körperlich unglaublich stark und hat uns teilweise die Grenzen aufgezeigt.

Aber wir sind zurückgekommen. Wenn man 3:0 hinten liegt in so einem Derby, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man durchdreht in den Zweikämpfen. Da hat meine Mannschaft die Nerven im Griff behalten. Wir sind durch die Wechsel zurückgekommen. Alex Frei hat auf den Rängen noch mal einen Schub ausgelöst und auch auf dem Platz.

Sebastian Kehl: Wir waren der moralische Sieger. Die Leute spüren das auch. Wir haben zum Schluss noch mal alles gegeben, da fühlt das wie ein Sieg an.

Alexander Frei: Das war natürlich ein super Einstand. Es war ein tolles Derby, so richtig nach dem Geschmack der Zuschauer. Schade, dass es so schnell vorbei war.


FC Schalke 04

Fred Rutten: Wir hatten das Spiel eine Stunde unter Kontrolle. Wir haben 3:0 geführt und hätten das 4:0 machen müssen - dann wäre alles erledigt gewesen. Ich hatte das Gefühl, dass wir nach der 3:0-Führung ein bisschen arrogant agiert haben. Wir sind alle Menschen und machen Fehler, auch wir Trainer. Aber dem 2:3 ging ein klares Abseits voraus und vor dem 3:3 war es kein Handspiel. Das waren klare Fehlentscheidungen.

Heiko Westermann: Das waren die kuriosesten 90 Minuten, die ich jemals erlebt habe. Die beiden Roten Karten kann man noch vertreten, aber am Schluss… Ich weiß gar nicht, was der Schiedsrichter da gesehen hat. Für mich ist das völlig unbegreiflich. Am Ende spielen wir hier 3:3 und keiner weiß warum. Wir haben 70 Minuten lang sehr gut gespielt. Es war vielleicht das beste Spiel, seitdem ich hier auf Schalke bin. Das müssen wir auch für die nächsten Aufgaben mitnehmen.

Ralf Fährmann: So ein Spiel habe ich als Torwart auch noch nicht mitgemacht. Die schießen zwei Traumtore und kriegen einen Elfmeter. Sonst hatten die kaum Chancen.

Kevin Kuranyi: Das zweite Tor macht Frei super, aber der Schiedsrichter muss sehen, dass er beim Anspiel im Abseits steht. Und den Elfmeter darf er nicht pfeifen. Natürlich dürfen wir aber auch eine 3:0 Führung nicht mehr hergeben.

Fabian Ernst: Ich sehe in der Situation, die zum Platzverweis führt, unglücklich aus. Ich rutsche mit dem Standbein weg und treffe ihn leicht am Knöchel. Der Schiedsrichter will mir nur Gelb zeigen, aber der Assistent zeigt sofort auf die Gesäßtasche. Wir müssen aber vorher das 4:0 machen, dann kommen sie nicht mehr wieder.