ANZEIGE

Zumindest mit der rechten Hand. So wie am Mittwochabend während des Spiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Wales, so wird es in den kommenden drei Monaten bei den Bundesligapartien von Hannover 96 sein.

Der Kahnbeinbruch des 31 Jahre alten Keepers hat einiges durcheinandergewirbelt. Im deutschen Tor steht nun Rene Adler, Hannover muss seinen Mannschaftskapitän durch Florian Fromlowitz ersetzen.

Überzeugt

"Nach meinen Eindrücken aus dem Training ist Florian ein sehr guter Torhüter. Ich habe bei ihm überhaupt keine Bedenken", lobt Enke seinen Vertreter, der am Samstag gegen 1899 Hoffenheim erstmals das 96-Tor hüten wird.

Hannovers Sportdirektor Christian Hochstätter ergänzt: "Florian macht einen sehr guten Eindruck. Er ist selbstbewusst genug und kann mit der neuen Situation umgehen."

Pech

Für den 1. FC Kaiserslautern bestritt Fromlowitz in der Abstiegssaison 2005/06 seine bislang einzigen zwölf Einsätze in der Bundesliga. Erst zu Beginn der vergangenen Spielzeit hatte sich der 22-Jährige seinen Stammplatz im Tor der Pfälzer zurückerkämpft, wurde jedoch jäh gestoppt.

Nach zehn meist guten Auftritten setzte ihn ausgerechnet in der Partie beim nächsten 96-Gegner Hoffenheim ein Kreuzbandriss außer Gefecht.

Schließt sich der Kreis?

Hannover griff im vergangenen Sommer trotzdem zu und sicherte sich seine Dienste ablösefrei. Nun steht die Investition in die Zukunft schneller im Blickpunkt als erwartet. Fast auf den Tag genau ein Jahr nach seinem letzten Pflichtspieleinsatz kehrt Fromlowitz, der dem Kader der deutschen U21-Nationalmannschaft angehört, unverhofft wieder zwischen die Pfosten zurück.

"Ich hoffe, dass sich der Kreis jetzt schließt und ich an meine guten Leistungen anknüpfen kann", sagt der Torhüter: "Ich will zeigen, dass Hannover mich zu Recht verpflichtet hat. Es ist schön, wieder in den Fokus zu rücken."

Enke bleibt die Nummer 1

Von Enke wird er in den kommenden Wochen alle Unterstützung erhalten. Der verletzte Keeper will sich im Kreis der Mannschaft fit halten und so auch in engem Kontakt zu seinem Vertreter stehen.

Einen wirklichen Konkurrenten wird Enke nach seiner Verletzung aber wohl nicht antreffen. "Robert ist und bleibt unsere Nummer eins", verspricht Hochstätter. Auch dem Vertrauen von 96-Trainer Dieter Hecking kann sich Enke sicher sein.