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Bernd Schuster hatte jegliche Hoffnung verloren, doch sein Nachfolger Juande Ramos geht nach seinem gelungenen Einstand als Trainer von Real Madrid voller Selbstbewusstsein in den "Clasico".

"Natürlich haben wir die Qualität, in Barcelona zu gewinnen", sagte Ramos nach dem 3:0-Sieg bei seinem Einstand gegen Zenit St. Petersburg in der Champions League: "Alle unserer Akteure sind Nationalspieler, und wenn sie ihr Potenzial abrufen, ist auch ein Sieg möglich."

Schon neun Punkte Rückstand

Sein am Dienstag entlassener Vorgänger Schuster hatte nach der 3:4-Niederlage gegen Betis Sevilla am vergangenen Wochenende noch erklärte, Real habe "keine Chance" in Barcelona zu siegen und somit möglicherweise seinen Rauswurf beschleunigt.

Zuversicht ist bei den "Königlichen" auch dringend nötig, denn bei einer Niederlage am Samstag droht den Madrilenen das Ende aller Hoffnungen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung: Nach 14 Spieltagen liegt Real bereits neun Punkte hinter dem katalanischen Erzrivalen zurück, eine Pleite im ersten Aufeinandertreffen der Saison dürfte die Titelchancen auf ein Minimum reduzieren.

Als dementsprechend wichtig bewertet Ramos den Erfolg gegen UEFA-Pokal-Sieger-St. Petersburg. "Es wird Stück für Stück besser. Die Spieler müssen nur wieder Selbstvertrauen finden, dann werden die Ergebnisse auch wieder besser", betonte der ehemalige Trainer des FC Sevilla und Tottenham Hotspur.

Xavi warnt vor Real

Dabei sprechen alle Vorzeichen vor dem 237. Aufeinandertreffen der beiden Teams für die Gastgeber. Während Real nur den fünften Platz in der Primera Divison belegt, ging Barca lediglich in einem seiner letzten zwölf Spiele als Verlierer vom Platz und führt souverän mit sechs Punkten Vorsprung vor Villarreal die Tabelle an.

Zusätzlich ist Madrid von argen Personalproblemen geplagt. Neben mehreren verletzten Stammspielern muss Ramos zusätzlich auf die gesperrten Arjen Robben und Marcelo verzichten. Dadurch steigen allerdings die Einsatzchancen von Nationalspieler Christoph Metzelder, der schon gegen St. Petersburg zum Einsatz kam und auch am Samstag gegen Barcelona auf einen Platz in der ersten Elf hoffen darf.

Doch die Katalanen gehen keinesfalls überheblich in die Partie. Acht Stammspieler schonte Barcas Coach Pep Guardiola am Dienstag bei der 2:3-Heimniederlage gegen Schachtjor Donezk in der Champions League und Mittelfeldspieler Xavi betonte: "Wir dürfen Real auf keinen Fall abschreiben. Vor zwei Jahren haben sie sich aus einer ähnlichen Situation befreit und sind am Ende Meister geworden."