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Als Pedro Tonon Geromel im Alter von 19 Jahren nach Europa kam, um hier sein Glück als Fußballprofi zu suchen, war er ein unbeschriebenes Blatt. Doch das sollte sich schnell ändern. Mittlerweile steht er im Rampenlicht der Bundesliga - und das auch dank virtueller Hilfe.

Wie alle Jungen in Brasilien wurde auch Geromel das Fußballspielen in die Wiege gelegt. Aber im Gegensatz zu vielen anderen Kindern wuchs er in behüteten Verhältnissen auf und lernte den Sport nicht auf der Straße.

Aufstieg in Portugal

2002 begann die Profilaufbahn des Defensivspezialisten bei Sociedade Esportiva Palmeiras in Brasilien. Ein Jahr später wechselte er zum Ligarivalen Desportivo de Chaves. Dort spielte Geromel zwei Jahre, bevor er 2005 zu Guimaraes nach Portugal in die 2. Liga ging.

Nach dem Aufstieg in die Liga Bwin wurde der Verein sensationell Dritter und Geromel wurde zum besten Verteidiger der Spielzeit 2007/08 gewählt. Und trotz des damit einhergehenden Interesses vieler europäischer Spitzenclubs entschied sich der Brasilianer für einen Wechsel nach Köln.

Scouting der Zukunft

Am Kölner Dom ist man dank modernster Scoutingmethoden auf Geromel aufmerksam geworden. Das Sportslab des FC hatte erst wenige Monate zuvor seine Arbeit aufgenommen und bei der Computeranalyse von Laufwegen, Stellungsspiel und taktischer Finesse eben jenen Geromel aus über 17.000 beobachteten Spielern herausgefiltert.

"Ich habe natürlich alle Angebote sorgfältig geprüft und dabei für mich eindeutig festgestellt, dass für meine Karriere ein Wechsel zum 1. FC Köln in die Bundesliga das Beste ist. Köln ist ein großer Club - genau richtig für meine Entwicklung", sagte er bei seiner Vorstellung im Sommer 2008.

Lob von allen Seiten

Es dauerte nicht lange, da überschlugen sich Fans, Medien, Vereinsverantwortliche und sogar Gegner mit Lobeshymnen für Geromel. Seine Technik sei überragend, er könne das Spiel unheimlich gut lesen und sei enorm zweikampfstark. Kurzum: Geromel ist der Prototyp des modernen Innenverteidigers.

Ein junger Brasilianer, der am Rhein zum Star wird: Dass die Kölner damit in ein Gebiet vorgestoßen sind, welches lange als Domäne des Rivalen Bayer Leverkusen galt, zeigt das Umdenken beim FC. Mit Erfolg: Die Kölner hielten - auch dank Geromel - die Klasse und konnten ihre Neuentdeckung anschließend bis 2014 an sich binden.

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