ANZEIGE

"Zettelwirtschaft" lohnt sich - nicht nur bei manchem Bundesliga-Trainer sondern auch bei Neuling "madaboutme" im Offiziellen Bundesliga Manger.

Zwei Wochen Spielpause. Das ist nicht nur in der realen Bundesliga viel, sondern auch im Offiziellen Bundesliga Manager. Mann, oh Mann, nur trainieren, ausprobieren, an der Taktik feilen und grübeln, wo man seinen Kader vielleicht noch verbessern könnte.

Da kann man mal sehen, wie eigentlich fußball-theoretisch so eine Woche ohne Liga-Betrieb auch für die Klinsmanns, Klopps und Favres dieser Welt sein muss und denen steht ja - anders als mir als Manager der virtuellen Welt - aufgrund der Länderspielabstellungen nicht einmal der komplette Kader zur Verfügung.

KIX für Tests

Wie meine Kollegen aus der "wirklichen" Welt habe ich die Zeit dann für Testspiele genutzt. Testspiele, weil die anders als Pokalduelle keinen Einfluss auf meine OBM-Stimmungswerte haben. Dazu habe ich erst einmal mein KIX-Konto aufgefüllt. KIX ist die OBM-Währung für alle Aktivitäten. Ein Testspiel kostet zum Beispiel einen KIX, ein Transfer oder eine Pokalteilnahme ein paar mehr.

Für 3,49 Euro bekomme ich als Profi-Manager 25 KIX, das reicht erst einmal für ein paar Versuche. Zuletzt hatte ich ja festgestellt, dass mein eigentlich bevorzugtes System 4-4-2 mit Raute unter anderem gegen Dreierketten in der Abwehr nicht so zum Zuge kommt. Also habe ich für drei Spiele auch einmal eine 3-5-2-Formation ausprobiert. Der Erfolg gegen die Computer gesteuerten OBM-Teams war auch nicht gerade berauschend.

Mitschreiben lohnt sich

Deshalb bin ich - ganz offensiver Manager - mal auf ein 4-3-3 gegangen, weil ich dachte, dass drei gute Stürmer einer Dreier-Reihe schon Probleme bereiten könnten. Und siehe da, schon reichte es für ein Unentschieden. Also ab zum Menüpunkt "Taktiktafel" und an der Feinjustierung arbeiten.

Ich kann mir richtig vorstellen, wie dann zum Beispiel Felix Magath auf der Bank sitzt und sich Notizen auf einen Block macht: "Gegen 3-5-2 auf Dreier-Sturm umschalten." Vielleicht kaufe ich mir auch mal einen Block und mache mir so meine Taktiknotizen. Na gut, es gibt ja auch am Computer genug Möglichkeiten, sich Notizen zu machen.

Höhere Mathematik?

Aber wichtig könnten die schon sein, denn möglicherweise ist es ja so, dass es gegen jedes System bestimmte Gegenformationen gibt, die die Siegwahrscheinlichkeit erhöhen. Natürlich verfügt gerade der OBM über unglaublich viele Parameter. Da sind die einzelnen Spielerwerte, die unterschiedlichen Taktikeinstellungen und dann die Faktoren im Spielverhalten der "Taktiktafel".

Das könnte natürlich schnell in höherer Mathematik ausarten - und da bin ich nicht so gut. Also zurück zum Fußball-Denken: 4-3-3 als Grundformation gegen 3-5-2 scheint ja schon mal okay. Drei Testspiele weiter hab ich dann rausgefunden, dass ein Spiel über die Flügel, wenn man denn zumindest einen starken Dribbler hat, von Vorteil ist und man gegen dieses kompakte Mittelfeld vielleicht nicht ganz mit Hurra nach vorne spielen muss.

Mehr Siege als Niederlagen

Und nach insgesamt zwei Stunden Tüftelei und zwölf Testspielen, kam auch endlich der erste Sieg. Das ist schon ein cooles Gefühl, wenn die eigene Mannschaft tatsächlich Fortschritte macht. Auch bei anderen Werten wie Passlänge oder Torschussverhalten habe ich noch ein bisschen rumgefeilt, so dass mein InterTurbine 2.0 immerhin danach mehr Spiele gegen 3-5-2 gewonnen als verloren hat.

Allerdings hatte ich dann gegen einen aus den höheren Ligen trotzdem wieder keine Chance, aber das wäre ja schließlich auch so, als würde ein Kreisligist einen Bundesligisten allein aufgrund seiner taktischen Raffinesse mal eben wegschießen. Das dürfte wohl selbst Ralf Rangnick nicht gelingen.

Aber immerhin: Es lohnt sich ein bisschen rumzutüfteln. Wenn dann der nächste Gegner ein "normales" 4-4-2 spielt, kann alles schon wieder anders aussehen, aber auch dafür gibt es ja vielleicht auch ein Rezept. Ich bleibe mal am Ball und vielleicht lohnt sich die (digitale) "Zettelwirtschaft" à la Ewald Lienen dann mal.

Trainer "madaboutme" ist seit dem 7. August 2008 beim Offiziellen Bundesliga Manager mit seiner Mannschaft InterTurbine 2.0 angemeldet. Auf bundesliga.de berichtet er in loser Folge von seinen Erfahrungen als Manager in der virtuellen Welt. In seiner Basisliga belegt er nach drei Spielen mit zwei Siegen und einer Niederlage Platz 7.