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Skurrile Situationen, bemerkenswerte Augenblicke und persönliche Schicksale im deutschen Profi-Fußball 2008.

Das waren die herausragenden Ereignisse im Monat JULI:

Die 2. Bundesliga gilt als die beste zweite Profi-Fußball-Liga auf diesem Planeten. Aus diesem Grund hat die DFL den Auftrag vergeben, eine entsprechende Trophäe für den Zweitliga-Meister zu entwerfen und zu produzieren. "Die 2. Bundesliga ist weltweit sicherlich das beste Unterhaus. Sie steht als eigene Marke für einen spannenden Wettbewerb mit Traditionsclubs und Newcomern, für großen Zuschauerzuspruch und herausragende Atmosphäre in den Stadien", erklärt DFL-Geschäftsführer Tom Bender. "Die Meisterschale ist das wichtigste Symbol des sportlichen Wettbewerbs in der Bundesliga. Mit einem eigenen Pokal für den Meister der 2. Bundesliga möchten wir nun auch diese besondere Leistung würdigen."

Der 1. FC Köln setzte sich nicht dem Vorwurf der Übertreibung aus, als er im Juli einen Transfer-Coup vermeldete. Immerhin kam mit Armando Goncalves Teixeira eine Menge spielerische Qualität und langjährige Erfahrung zum linksrheinischen Aufsteiger. Der Neuzugang, besser bekannt als Petit, sollte das Mittelfeld der "Geißböcke" verstärken. Der 31-Jährige wurde im französischen Straßburg geboren und stand seit 2002 bei Benfica Lissabon unter Vertrag. Mit dem Club wurde er Portugiesischer Meister (2005) und Portugiesischer Pokalsieger (2004). Petit würde nicht lange benötigen, um sich beim FC zu akklimatisieren. Mittlerweile ist der "Pitbull" als feste Stütze im Kölner Team nicht mehr wegzudenken.

In Gelsenkirchen nahm Jefferson Farfan sein Training auf. "Ich bin sehr glücklich, endlich auf Schalke angekommen zu sein", erklärte die Schalker Sturmhoffnung im Juli. In Leverkusen blieb man seinen bewährten Gewohnheiten treu und zauberte wieder einmal einen südamerikanischen Neuzugang aus dem Hut, der auch prompt die Erwartungen erfüllte. Renato Augusto spielt zwar noch nicht wie der "neue Kaka" als der er oftmals gepriesen wird. Doch was nicht ist, kann ja noch werden. In Wolfsburg untermauerte man seine Ambitionen indem man kurzerhand die italienischen Weltmeister Cristian Zaccardo und Andrea Barzagli in die Motorstadt lockte. Derweil kehrte Fernando Meira dem VfB Stuttgart den Rücken.

Dürfen sie nun, oder dürfen sie nicht? - Einige Spieler aus der Bundesliga wollten unbedingt zu den Olympischen Spielen nach Peking. In manchen Fällen fanden sich Kompromisse zwischen den Vereinen und den Kickern, in anderen Fällen stellten die Spieler ihre Arbeitgeber vor vollendete Tatsachen und reisten einfach ab. Die DFL hatte dazu eine klare Auffassung. "Das olympische Fußballturnier der Männer ist im internationalen Rahmenterminkalender nicht hinterlegt, von daher gibt es keine Abstellungspflicht", erklärt Holger Hieronymus, stellvertretender Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung und zuständig für den Spielbetrieb. "Wir haben leider auf unsere diversen Anfragen bei der FIFA seit Mai keine brauchbaren Antworten erhalten."