ANZEIGE

Hamburg - Fußball-Bundesligist SC Freiburg hat seinen Erstrundenpokalerfolg beim Regionalligisten SC Victoria aus Hamburg teuer bezahlen müssen. SC-Trainer Christian Streich beklagte nach dem 2:1 (1:1)-Sieg vor 4375 Zuschauern durch die Treffer von Neuzugang Max Kruse (11.) und dem erst in der 77. Minute eingewechselten Stürmer Sebastian Freis (80.) eine Woche vor dem Bundesligastart gegen Mainz 05 in Mensur Mujdza (28) und Jan Rosenthal (26) zwei weitere verletzte Spieler.

"So etwas ist für einen Klub wie unseren SC Freiburg natürlich eine Katastrophe. Das müssen wir nun versuchen zu kompensieren", sagte Streich nach dem schwer erkämpften Sieg nach einer streckenweise kläglichen Vorstellung gegen die tapferen und kampfstarken Amateure aus der Vierten Liga.

Freiburger Verletzungssorgen



Schon am vergangenen Donnerstag fiel Daniel Caligiuri (24) wegen eines Bänderrisses für die Begegnung in Hamburg aus, am Samstag gesellten sich während des Duells mit dem Tabellenletzten der Regionalliga Nord Mujdza (Verdacht auf Fußbruch) und Rosenthal (Knieverletzung) zum Freiburger Lazarett.

Die Verletzungssorgen drückten zusätzlich die Stimmung bei den Breisgauern, die sportlich viele Wünsche offen ließen. "Victoria Hamburg hat sehr gut gespielt, tief gestanden und 40 Meter vor dem eigenen Tor die Räume sehr gut dicht gemacht. Wir haben es erst nach 20 Minuten verstanden, darauf eine Antwort zu finden und mehr über die Flügel zu spielen", sagte Streich und fügte lobend hinzu: "Victoria hat ein Klassespiel gemacht.

Amateur auf Augenhöhe mit den Profis



Erschreckend war allerdings aus Freiburger Sicht, dass die Amateure über weite Strecken der Partie auf Augenhöhe agierten. "79 Minuten lang haben wir sehr gut gespielt, dann ist doch noch das 2:1 gefallen. Keine Frage, es war ein verdienter Sieg für Freiburg. Wir haben den Hamburger Fußball jedoch gut vertreten und Freiburg alles abverlangt", resümierte Victorias Trainer Lutz Göttling.

Es hätte für Victoria noch besser kommen können: in der sechsten Minute schoss Mittelfeldspieler Roger Stilz einen Foulelfmeter neben das Tor, so blieb der Ausgleichstreffer von Jakob Sachs aus der 12. Minute der einzige zählbare Höhepunkt für die Amateure.

Immerhin: 79 Minuten lang durfte der SC Victoria an der Sensation schnuppern, während Freiburg sich wahrlich nicht mit Ruhm bekleckern konnte.

Hamburg: Schau - Brück, Rabenhorst, Helmer, Lauer - Trimborn, Stilz - Sudbrak, Hoose (85. Cetinkaya), Sachs (59. Vierig) - Abou Khalil (73. Goldgraebe). - Trainer: Göttling

Freiburg: Baumann - Mujdza (60. Hedenstad), Ginter, Diagne, Sorg - Schuster, Makiadi - Schmid, Rosenthal (27. Guede) - Kruse, Santini (77. Freis). - Trainer: Streich

Schiedsrichter: Christian Dietz (Kronach)

Tore: 0:1 Kruse (11.), 1:1 Sachs (12.), 1:2 Freis (80.)

Zuschauer: 4375

Gelbe Karten: Rabenhorst, Lauer - Diagne, Schuster

Besonderes Vorkommnis: Stilz schießt Foulelfmeter neben das Tor (6.)