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Berlin/Gelsenkirchen - Am Set ist es mucksmäuschenstill. Die Kamera läuft. Ilkay Gündogan kommt ins Bild, seine Stollen klackern auf dem Boden. Der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund zückt einen schwarzen Stift und schreibt in Sekundenschnelle spiegelverkehrt das Wort "Diskriminierung" auf eine Glasscheibe - damit es in den TV-Spots für den Zuschauer lesbar ist. Anschließend streicht er abgesehen vom "nie" alles durch: Ilkay Gündogan macht einen Strich durch Vorurteile!

Der in Gelsenkirchen geborene deutsche Nationalspieler mit türkischen Eltern gehört zu einer Gruppe von fünf Spielern mit und ohne Zuwanderungsgeschichte, die in TV-Spots für die Integrationsinitiative des deutschen Fußballs unter dem Motto "Mach einen Strich durch Vorurteile!" werben.

Drehs in Gelsenkirchen und Berlin

Auch Benedikt Höwedes vom FC Schalke 04, Wolfsburgs Naldo, der Berliner Änis Ben-Hatira und die Wolfsburger Nationalspielerin Nadine Keßler stehen für die TV-Spots und diverse Anzeigenmotive Pate.

An zwei Drehtagen in Gelsenkirchen und Berlin standen sie und ausgewählte Amateurspieler mit persönlicher Zuwanderungsgeschichte vor der Kamera, um einen gemeinsamen Beitrag zum Thema Integration zu leisten, das eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts darstellt. "Der Integrationsspieltag soll Denkanstöße liefern. Wir wollen in den Köpfen der Menschen etwas bewegen", sagte Dr. Reinhard Rauball, Präsident des Ligaverbandes, im Rahmen der Auftakt-Pressekonferenz am Donnerstag in Berlin.

Video: Ein exklusiver Blick hinter die Kulissen der Spot-Produktion

Zur Homepage www.strich-durch-vorurteile.de