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Mainz/Stuttgart - Nach neun Punktspielen ohne Sieg und vor dem schweren Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (Freitag, ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) spricht der Mainzer Trainer Thomas Tuchel Klartext. "Es ist alles durchdiskutiert, ausdiskutiert und zu Ende analysiert. Wir brauchen jetzt das verdammte Ergebnis auf der Anzeigetafel", sagte der Coach.

Dieses sollen die Mainzer nun ausgerechnet gegen Tuchels Ex-Club Stuttgart einfahren. "Wir sind imstande, Spiele gegen die unterschiedlichsten Gegner zu dominieren. Aber es steht außer Frage, dass wir auch den letzten Schritt gehen müssen", erklärte Tuchel, der seine Trainerkarriere im Jahr 2000 beim VfB startete.

Strutz stärkt Tuchel den Rücken

Sollte Mainz gewinnen, wäre es der erste Sieg seit dem 13. August für die Mainzer, die zuletzt fünf Mal in Folge zuhause den Kürzeren zogen. Immerhin kann sich Tuchel trotz der Talfahrt der Rückendeckung der Chefetage sicher sein.

"Wir gehen mit Thomas Tuchel den gleichen Weg wie mit Jürgen Klopp. Wenn es gut läuft, läuft es gut. Wenn es schlecht läuft, läuft es schlecht", sagte FSV-Präsident Harald Strutz zuletzt. Tuchel muss gegen den Tabellensechsten aus Stuttgart auf Bo Svensson, Adam Szalai und Fabian Schönheim verzichten. Ein Fragezeichen steht zudem hinter den Einsätzen von Kapitän Nikolce Noveski und Marcel Risse - beide sind angeschlagen.

Zwischen den Pfosten wird Christian Wetklo stehen. Tuchel hat die Torwart-Diskussion vorerst beendet und setzt weiterhin auf den eigentlichen Ersatzkeeper. Damit bleibt Heinz Müller wie zuletzt beim Sieg im DFB-Pokal in Hannover und beim 1:3 gegen Werder Bremen auf der Bank.

Bestätigt Stuttgart den starken Eindruck?

Gegner Stuttgart will derweil den starken Eindruck aus dem Spiel gegen Dortmund bestätigen. Mit einem Erfolg würden die Schwaben sogar auf Platz 2 klettern.

"Es wird interessant sein zu sehen, wie die Mannschaft nach dem Dortmund-Spiel auftritt. Die Mannschaft hat es gegen den BVB sehr gut gemacht. Ich hoffe, dass das Spiel als Ansporn dient, denn ich erwarte eine ähnlich intensive Partie gegen Mainz, sagte Trainer Bruno Labbadia: "Wir müssen die vielen Zweikämpfe annehmen, die sich durch das Pressing der Mainzer ergeben werden."

Fortschritte bei Schieber und Delpierre

Der Übungsleiter nahm besonders seinen Angreifer Cacau in die Pflicht. "Ich erwarte mir, dass er die Mannschaft wieder anführt. Er hat gegen Dortmund vor allem in der ersten Hälfte sehr gut gespielt, den Gegner richtig angelaufen, Passwege zugestellt und die Bälle gehalten."

Ob sich die Kaderzusammenstellung für das Auswärtsspiel ändern wird, ließ Labbadia noch offen. "Die Aufstellung wird sich nicht groß verändern, aber natürlich üben einige Spieler, die hinten dran sind, Druck aus", sagte Labbadia.

Zwei Profis, die zuletzt wieder häufiger auf dem Trainingsplatz zu sehen waren, werden allerdings noch keine Rolle spielen. "Julian Schieber und Matthieu Delpierre können bereits wieder fußballerisch arbeiten, das ist sehr positiv", erklärte der VfB-Cheftrainer.