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Köln - Mit einem tollen Zeichen vor einem riesigen Publikum eröffneten Borussia Dortmund und der FC Bayern München im August 2014 beim Supercup das Fußballjahr 2014/15. Zum Auftakt der Zusammenarbeit zwischen Bundesliga-Stiftung und Aktion Mensch e.V. liefen die Stars beider Clubs mit Einlaufkindern mit und ohne Behinderung ins Stadion ein. Dass Thema Inklusion spielt eine immer größere Rolle in der heutigen Gesellschaft - auch in den Kids-Clubs der Bundesligisten.

Mehr und mehr Kids-Clubs bieten inzwischen inklusive Veranstaltungen an und bringen immer wieder Kinder mit und ohne Handicap zusammen. So gibt es beispielsweise beim SV Werder Bremen das Inklusions-Fußballcamp WERDER BEWEGT, in dem Kids-Club-Mitglieder, Nicht-Mitglieder und Kinder mit einer Behinderung eine Woche lang gemeinsam trainieren und von erfahrenen Trainern neue Tricks lernen.

"Inklusives Einlaufen" erfüllt Träume

Es ist zudem längst keine Seltenheit mehr, dass gehandicapte Kinder an Spieltagen der Bundesliga die Möglichkeit bekommen, gemeinsam mit den Profis den Rasen zu betreten. Zahlreiche Beispiele in dieser Saison unterstreichen das (XL-Galerie: Kids-Clubs und Inklusion). Bei Borussia Dortmund wird zum Beispiel seit dieser Saison an jedem Spieltag "inklusiv eingelaufen". Für viel Aufmerksamkeit sorgte unlängst eine Aktion des FC Bayern München. Am 21. März, dem Welt-Down-Syndrom-Tag, liefen 24 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene beim Bundesligaspiel des deutschen Rekordmeisters gegen Borussia Mönchengladbach an der Hand von Manuel Neuer, Bastian Schweinsteiger, Arjen Robben und Co. in die Allianz Arena ein. Ein unvergessliches Erlebnis für die Beteiligten!

Auch beim Kids-Club-Sommercamp im letzten Jahr in Köln spielte das Thema Inklusion eine wichtige Rolle. Die 250 Kinder aus ganz Deutschland spielten nicht nur Fußball, sondern auch Rollstuhlbasketball, Blindenfußball und Blindenklettern. Ulrike Jansen, die für die Aktion Mensch damals vor Ort war, stellte fest: "Kinder sehen nicht die Hindernisse und Schwierigkeiten von Menschen mit Behinderung, sondern sehen, wie einfach es ist, mit behinderten Kindern Sport zu machen. Sie schauen nicht auf das Defizit von Menschen mit Behinderung, sondern darauf, was sie alles leisten können." (Video: Kids-Club-Sommercamp 2014 in Köln)

Kids-Clubs sind Vorbilder für alle

Damit sind die Kids-Club-Mitglieder Vorbilder für alle Menschen. "Unser gemeinsames Ziel muss es sein, Stadien als öffentliche Plattform der Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung zu gestalten - um auch darüber hinaus Berührungsängste und Barrieren abzubauen", schrieb Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball in der November-Ausgabe des Bundesliga-Magazins. Die Kids-Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga leisten wichtige Arbeit auf diesem Weg.

Um dies in Zukunft weiter zu verbessern stand das Thema Inklusion im März auch auf der Vollversammlung der Kids-Clubs auf dem Programm. Gemeinsam mit der Aktion Mensch und der Deutschen Behindertensport-Jugend (DBSJ) wurden Ideen für inklusive Angebote besprochen. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war der Vortrag des kleinwüchsigen Mathias Mester, der im Kugelstoßen sowie Speer- und Diskurswurf zur Weltspitze des Behindertensports zählt. „Sport bietet eine perfekte Plattform, um Inklusion umzusetzen“, erklärte er. „Sport verbindet und überwindet Barrieren.“ Die Aktivitäten der Kids-Clubs sind dafür ein tolles Beispiel.