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Das Selbstvertrauen hat der FC Bayern schon mal hinübergerettet ins neue Jahr. "Es sind zwei ordentliche Gegner, aber wenn wir unsere Leistung abrufen, werden wir beide Spiele gewinnen", sagte Philipp Lahm zum Rückrundenauftakt gegen Stuttgart im Pokal (Di., ab 20:15 Uhr im Live-Ticker) und Hamburg in der Bundesliga (Freitag).

Die Münchner wähnen sich bestens vorbereitet auf die bevorstehenden Aufgaben. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht", stellte Trainer Jürgen Klinsmann klar.

Der ehemalige VfB-Stürmer Klinsmann befürchtet keinen ähnlich holprigen Start wie am Saisonanfang: "Ich bin überzeugt, dass wir gleich zu Beginn im DFB-Pokal und der Bundesliga ein paar wichtige Akzente setzen werden, weil wir ein ganz anderes Leistungsniveau haben als noch im August oder September. Jetzt ist richtig Leben drin in der ganzen Sache."

Natürlich könnte das Auftaktprogramm einfacher sein, so Klinsmann, aber andererseits seien Stuttgart und Hamburg "gleich eine gute Messlatte. Wir wissen sofort, wo wir leistungsmäßig stehen".

"Pokalfight mit vielen Emotionen"

Diesmal muss der Kaltstart auch gelingen, denn gleich die erste Partie hat Alles-oder-nichts-Charakter.

"So ein K.o.-Spiel kann man nicht mehr korrigieren, das ist den Jungs auch bewusst. So werden wir das Spiel von der ersten Sekunde auch angehen", verspricht Klinsmann. Der frühere Stuttgarter Stürmer erwartet am Dienstagabend "einen Pokalfight mit vielen Emotionen".

Van Buyten fällt krank aus

Zumindest im Vorfeld will der Bayern-Coach der Partie aber einen möglichst alltäglichen Touch geben. Bei der Vorbereitung gebe es keine Besonderheiten, ließ er wissen. "Wir gehen das Spiel wie ein normales Bundesligaspiel an." Nur eines haben die Bayern am Sonntag schon getan: "Natürlich haben wir Elfmeterschießen trainiert."

Personell kann Klinsmann fast aus dem Vollen schöpfen. Der Bayern-Coach muss nur auf den erkrankten Abwehrspieler Daniel van Buyten sowie die im Aufbautraining befindlichen Lukas Podolski und Toni Kroos verzichten.

Allerdings: An der Stammelf hat sich ohnehin nichts verändert, ließ Klinsmann durchblicken. Die Eindrücke der Vorbereitungszeit haben offenbar keine Veränderungen erzwungen.

Altintop hinter Schweinsteiger

Das gilt auch für Hamit Altintop, den Klinsmann zwar lobt ("Seit Ende November drückt er aufs Gaspedal"), aber noch in Lauerposition hält. "Bastian (Schweinsteiger) ist im Moment gesetzt. Hamit muss warten, bis seine Chance kommt."

Neugierig ist Klinsmann auch auf Neuzugang Landon Donovan, der in den Testspielen einen guten Eindruck hinterlassen hat. "Ich bin gespannt darauf, wie er sich zeigt." Doch für den Amerikaner gilt dasselbe wie für Altintop: Erstmal hinten anstellen.

Michael Gerhäußer