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Leverkusen – Josip Drmic kommt bei Bayer Leverkusen immer besser in Fahrt. Beim 4:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart gelang dem 22 Jahre alten Schweizer sein zweiter Doppelpack der laufenden Saison.  

Frage: Josip Drmic, Glückwunsch zum Sieg und zu Ihrem Doppelpack. Wie gut fühlt es sich an?

Josip Drmic: Tore und jede positive Erfahrung tun jedem Spieler gut. Ich bin überglücklich, dass es heute bei mir und der Mannschaft so gut geklappt hat. Ich bin den Mitspielern sehr dankbar, die mir die Bälle sozusagen auf dem Silbertablett serviert haben. Ich musste nur noch verwandeln. Wir sind heute als echtes Team aufgetreten und mit vier Toren belohnt worden.

"Stefan Kießling und ich sind gute Freunde"

Frage: Wie sehr hat Stuttgarts Unsicherheit Ihnen in die Karten gespielt?

Drmic: Natürlich kommt uns beim 1:0 ein großer Fehler der Stuttgarter Abwehr zugute. Wir haben insgesamt die Fehler sehr gut genutzt und unsere Angriffe gut zu Ende gespielt. Ich würde aber nicht sagen, dass die Stuttgarter Defensive katastrophal war. Sie haben schon gut dagegen gehalten, vor allem in der ersten halben Stunde. Danach haben wir aber super gespielt und verdient auch zu Null gewonnen (Topdaten zum Spiel).

Frage: Sie hatten im Verlauf der Saison einige Schwierigkeiten in Leverkusens System anzukommen. Haben Sie sich nun richtig frei gespielt?  

Drmic: Ich bin auf jeden Fall sehr glücklich, dass es momentan so positiv läuft. Ich habe das Vertrauen des Trainers bekommen, dafür bin ich sehr dankbar. Und ich habe immer hart an mir gearbeitet. Es stimmt, dass ich eine schwierige Zeit hatte. Nun bin ich einfach happy, dass ich auf dem Platz stehe und der Mannschaft helfen kann.  

Frage: Wie ist das Verhältnis zu ihrem Stürmer-Kollegen und Konkurrenten Stefan Kießling?

Drmic: Wir haben ein sehr gutes Verhältnis. Wir sind gute Freunde und unterstützen und respektieren uns. Ich denke, das sieht man auch. Der Konkurrenzkampf wird eher von außen herangetragen. Wir würden uns auch zusammen als Doppel-Sturm gut verstehen.   

Frage: In Paderborn gab es den Versuch. Warum hat es das nicht so gut funktioniert?

Drmic: Weil der Gegner mit sechs Mann hinten drin stand. Das macht jedem Stürmer das Leben schwer. 

Frage: Wie gehen Sie nun das Champions-League-Rückspiel bei Atletico Madrid an?

Drmic: Wir fahren mit einem gewissen Respekt dort hin, denn wir wissen, wie heimstark Atletico ist. Wir müssen jetzt gut regenerieren, uns gut vorbereiten und die Aufgabe sehr konzentriert angehen. Im Hinspiel haben wir es sensationell hinbekommen. Wenn wir dort nochmal das Gleiche abrufen, dann können wir etwas erreichen. Madrid ist aber nicht Stuttgart. Das wird ein ganz anderes Spiel.

Frage: Wie bewerten Sie die Ausgangsposition nach dem 1:0 im Hinspiel?

Drmic: Das 1:0 ist ein wichtiger Vorteil. Wenn wir dann noch ein Auswärtstor schießen, dann viel Spaß.

Frage: Ist die Champions League die Bühne, die Sie besonders genießen?

Drmic: Jeder Spieler, der bei Bayer Leverkusen spielt, wünscht sich diese Spiele. Ich möchte natürlich Champions League-Erfahrung sammeln und auch Tore schießen. Das wäre sehr schön.

Aus Leverkusen berichtet Markus Hoffmann