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Für zwei Bundesligisten geht es in der 2. Runde des DFB-Pokals (ab 18:45 Uhr im Live-Konferenzticker) um Wiedergutmachung.

Borussia Dortmund will sich nach dem 1:4 in Hoffenheim am Sonntag und der Niederlage im UEFA-Cup gegen Udinese Calcio (0:2) im Duell mit Hertha BSC Berlin rehabiltieren.

Klopp fordert mehr Einsatz

BVB-Trainer Jürgen Klopp will vor allem mehr Aggressivität sehen. "Wir werden uns in diesem Spiel über Zweikämpfe definieren", meinte Klopp. Der Trainer kündigte eine Systemumstellung an, ließ sich aber noch keine Einzelheiten entlocken.

Klopp muss dabei ohne Jakub Blaszczykowski auskommen. Der polnische Mittelfeldspieler erlitt eine Knochenstauchung am Schienbeinkopf. Fraglich ist ein Einsatz des zuletzt in Hoffenheim als Kapitän aufgelaufenen Florian Kringe, der wegen eines Tritts in die Wade und eines Schlags auf den Spann ausgewechselt werden musste: "Eigentlich habe ich ein gutes Heilfleisch, aber ob es für Mittwoch reicht?"

Ein direktes Aufeinandertreffen zwischen beiden Vereinen gab es in diesem Wettbewerb erst ein Mal: 1967/68 setzten sich die Dortmunder im Viertelfinale mit 2:1 durch.

Hoffen auf Ebert

Lucien Favre muss bei der Hertha Umbaumaßnahmen vornehmen. Sicher fehlen werden Josip Simunic (Rotsperre) und Gojko Kacar, den nach der Partie bei Borussia Mönchengladbach Wadenprobleme plagen. Angeschlagen ist zudem Patrick Ebert, bei dem der Schweizer Trainer aber noch das Abschlusstraining abwarten will.

"Das könnte man als Chance sehen, es ist aber auch ein Risiko", gestand Herthas Vorsitzender der Geschäftsführung Dieter Hoeneß in Bezug auf die Situation beim BVB. Angeschlagene Mannschaften seien häufig verunsichert, zeigten oftmals aber auch Trotzreaktionen. "Daher liegt es an uns, weniger am Gegner."

Hoeneß erwartet einen echten Pokalkampf vor einer großen Kulisse: "Das wird auf jeden Fall ein schönes Pokalspiel." Das sieht auch Favre so, der aber zugleich gewohnt nüchtern vorausschaut: "Wir müssen unser Spiel machen."

Hamburger SV - VfL Bochum

Auch der Hamburger SV will nach der 0:3-Niederlage in Wolfsburg wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. "Wir müssen jetzt aufstehen und dahin kommen, dass jeder dem anderen wieder mehr hilft", fordert HSV-Kapitän David Jarolim vor dem Heimspiel gegen den VfL Bochum.

Jetzt werde sich zeigen, "wie stabil wir sind", meinte Torwart Frank Rost. Auch sein Trainer Martin Jol sieht die Chance zur Besserung: "Wir wollen uns an der zweiten Halbzeit in Wolfsburg aufrichten."

Bochums Trainer Marcel Koller fordert das Weiterkommen: "Ich habe keine Lust schon wieder nach der zweiten Runde auszuscheiden." "Wir haben sichere Elfmeterschützen in der Mannschaft und einen Torhüter, der in der Lage ist, den einen oder anderen Ball zu halten", bereitet Koller ein möglicher Elfer-Krimi zwar kein Kopfzerbrechen, vermeiden würde der Schweizer diese knappe Entscheidung aber gerne: "Hinten drin zu stehen und auf ein Elfmeterschießen zu pochen, wird die falsche Wahl sein. Wir werden viel laufen und die Räume eng machen müssen."

FC Oberneuland - VfL Wolfsburg

Zum einzigen echten Pokalkampf zwischen "David" und "Goliath" kommt es in der Partie zwischen Viertligisten FC Oberneuland und Bundesligisten VfL Wolfsburg.

Wie oftmals vor solchen Spielen bemüht auch Oberneulands Coach Mike Barten, der 1999 bei Werder unter dem jetzigen VfL-Coach Felix Magath sein Bundesliga-Debüt gefeiert hatte, den beliebten Spruch: "Wir haben eigentlich keine Chance, doch die wollen wir nutzen."

Wolfsburgs Keeper Diego Benaglio hält nach dem Aufwind gegen den HSV und dem Sprung auf Platz 6 der Tabelle als klarer Favorit dagegen: "Für uns zählt nur das Weiterkommen."

Kickers Offenbach - Karlsruher SC

Deutlich favorisiert geht auch der Karlsruher SC in die Partie bei Drittligist Kickers Offenbach. "Alles andere als ein Sieg wäre für mich nicht akzeptabel", sagt KSC-Coach Edmund Becker.

Er will die Kickers aber keineswegs unterschätzen: "Wir müssen ihnen Respekt entgegenbringen, denn die 3. Liga ist mittlerweile eine Profiliga und wir haben es hier nicht mit Feierabendfußballern zu tun."

Auch im sechsten Pflichtspiel der Saison muss Becker personelle Veränderungen vornehmen. Timo Staffeldt wird für den am Sprunggelenk verletzten Stefano Colzzi in die Startelf rücken. Edmond Kapllani ist wegen seiner Adduktorenverletzung weiterhin außer Gefecht gesetzt.

SV Wehen Wiesbaden - Alemannia Aachen

Im Duell der Zweitligisten muss Wehen voraussichtlich auf Mittelfeldspieler Hajrudin Catic verzichten. Der 33-Jährige ist an einer Nebenhöhlenentzündung erkrankt.

Beide Teams wollen den Abwärtstrend stoppen. Aachen verlor zuletzt 2:3 in Duisburg, Wiesbaden fuhr mit einer 0:5-Pleite aus Freiburg heim.

"Wir haben ein k.o.-Spiel vor Augen, in dem es nur einen Gewinner gibt - und der wollen wir sein", gibt Aachens Jürgen Seeberger vor. Es gehe um "finanzielle Aspekte, Prestige und die Moral für die Rückrunde", bestätigt der Trainer das Vorhaben, im Pokal zu überwintern.