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Leihgabe Landon Donovan kommt aus Los Angeles zum FC Bayern, zudem hat der "Mini-Beckham" in Schauspielerin Bianca Kajlich eine berühmte Ehefrau, die ihr Geld in Hollywood verdient.

Doch Donovan will nicht über den Glamour-Faktor seiner Frau definiert, schon gar nicht mit David Beckham verglichen werden.

Keine Lust auf Rampenlicht

Das Leben seines Teamkollegen bei L.A. Galaxy sei zwar manchmal auch nicht schlecht, sagt er - aber der 26 Jahre alte US-Amerikaner bevorzugt im Gegensatz zu Beckham ein Familienleben ohne großen Rummel, das er etwas außerhalb von Los Angeles genießt: "Ich bin auch fast nie in Beverly Hills oder Hollywood."

Im Moment schon gar nicht. Donovan bereitet sich mit Bayern München in Dubai auf die Rückrunde und auf seine zweite Chance in der Bundesliga intensiv vor. Nachdem der US-Nationalspieler vor einigen Jahren bei Bayer Leverkusen noch gescheitert war, sieht er sich inzwischen für den Sprung nach Deutschland gewappnet.

"Ich bin älter und reifer geworden. Ich verstehe Fußball jetzt besser", betonte Donovan bei seinem ersten offiziellen Auftritt im Dress des Rekordmeisters.

Bereit für den FC Bayern

Derzeit läuft das Engagement bis zum 15. März auf Leihbasis, doch der Offensivspieler will sich für einen längeren Vertrag empfehlen: "Ich liebe die USA und mein Leben dort, aber es gibt als Fußballer nur eine Karriere. Ich habe nur noch ein paar Jahre. Jetzt bin ich im Kopf und Herz ganz ruhig. Ich bin bereit für diese Herausforderung."

Trainer Jürgen Klinsmann findet es "bewundernswert, dass Landon diese Aufgabe annimmt, obwohl er auch andere Angebote hatte. Er muss uns jetzt zeigen, dass er mithalten kann, dann werden wir an die US-Liga herantreten und über einen Transfer verhandeln".

Flexibel einsetzbar

Dass in Luca Toni, Miroslav Klose und Lukas Podolski drei nahmhafte Konkurrenten warten, lässt den "Posterboy des US-Fußballs" (L.A. Times) äußerlich kalt: "Es wird nicht einfach gegen diese drei Superstürmer, aber ich will dem Trainer die Entscheidung schwer machen."

Dabei will er sich nicht auf eine Position festlegen lassen. Er könne im offensiven Mittelfeld genau so spielen wie im Sturm. Seine Stärken seien sein "Speed" und seine Technik: "Ich bin ein bisschen anders als die anderen drei Stürmer. Ich habe einen anderen Stil, ich kann Tore vorbereiten und machen."

Dies sieht auch sein Klinsmann so: "Mit ihm werden wir im Sturm variabler, er ist unglaublich schnell, kreiert viele Überraschungsmomente, sucht immer die Eins-zu-Eins-Situation und hat Zug zum Tor."

Beeindruckende Tor-Quote

Donovan ist mit 20 Treffern in 25 Spielen der Torschützenkönig der Major League Soccer (MLS) der vergangenen Saison. 169 Tore hat er in 183 Spielen in der US-Profiliga erzielt. Und obwohl Galaxy den Einzug in das Play-off verpasst hat, wurde der 105-malige Nationalspieler zum fünften Mal zum Fußballer des Landes gewählt.

Was nach dem 15. März wird, damit will sich Donovan noch nicht beschäftigen. Derzeit gilt sein ganzes Augenmerk den kommenden Wochen. Seine Frau wird er in dieser Zeit selten sehen. "Sie kommt vielleicht ein-, zweimal nach Deutschland", verriet Donovan: "Sie weiß, dass das für mich eine Riesen-Gelegenheit ist."