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Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Bundesligisten Hamburger SV im Einzelrichter-Urteil nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen mangelnden Schutzes des Gegners mit einer Geldstrafe in Höhe von 35.000 Euro belegt.

In der 24. Minute des Hamburger Bundesliga-Heimspiels gegen Werder Bremen am 23. November 2008 war der Bremer Spieler Frank Baumann an der linken Schläfe von einer Batterie getroffen und verletzt worden, die aus dem Hamburger Zuschauerbereich geworfen worden war.

Zum wiederholten Mal

Straferschwerend wirkte sich aus, dass der HSV bereits in der vergangenen Saison zweimal wegen Zuschauerverfehlungen zu Geldstrafen verurteilt werden musste. Strafmildernd wurden die Deeskalationsbemühungen der HSV-Verantwortlichen vor dem Nordderby berücksichtigt, die beispielsweise ein Versöhnungstreffen zwischen dem Hamburger Spieler Ivica Olic und dem Bremer Tim Wiese initiiert hatten.

Für den Fall eines erneuten gravierenden Vorfalls hat das DFB-Sportgericht dem HSV eine Platzsperre oder eine Spielansetzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit beziehungsweise unter Teilausschluss der Öffentlichkeit angedroht. Gegen das Urteil des Einzelrichters kann binnen 24 Stunden mündliche Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht beantragt werden.