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Grafite hat den VfL Wolfsburg zum dritten Mal in Folge ins Viertelfinale des DFB-Pokals geballert.

Der Brasilianer, der nach zweimonatiger Verletzungspause erstmals wieder ein Pflichtspiel für die "Wölfe" bestritt, leitete mit seinem Führungstreffer (58.) den 5:1 (0:0)-Sieg des Bundesligisten gegen Zweitligist Hansa Rostock ein. Er war auch am 2:0 maßgeblich beteiligt und sorgte mit einem "Doppelschlag" (86./Handelfmeter und 90.) für das Endergebnis. Das 3:1 hatte Christian Gentner (79.) erzielt.

Bei ihrem erfolgreichen Auftakt nach der Winterpause blieben die Niedersachsen, die weiter in drei Wettbewerben vertreten sind, auch im zwölften Heimspiel der Saison ungeschlagen. Dagegen mussten die Rostocker nach dem Absturz auf Platz 15 der 2. Bundesliga auch ihre Träume im Cup-Wettbewerb begraben.

Eigentor von Bülow

Die Hanseaten, die nach dem Eigentor von Kai Bülow (65.) durch den Anschlusstreffer von Mario Fillinger (68.) kurzfristig Hoffnung geschöpft hatten, warten damit weiter seit 2005 auf einen Einzug ins Pokal-Viertelfinale. Für den neuen Hansa-Trainer Dieter Eilts war es die vierte Niederlage im fünften Pflichtspiel unter seiner Regie.

Die Platzherren waren zwar von Beginn an überlegen, taten sich jedoch lange Zeit schwer, daraus Kapital zu schlagen. Das neu formierte Sturmduo mit Rückkehrer Grafite und Neuzugang Yoshito Okubo sorgte zwar von Beginn an für Unruhe, ließ im ersten Durchgang jedoch die Konsequenz im Abschluss vermissen.

Zahlreiche Möglichkeiten

In der sechsten Minute tauchte der in der Winterpause verpflichtete Japaner Okubo frei vor Rostocks Torwart Jörg Hahnel auf, verpasste aber die klare Einschusschance. Auch der Nachschuss von Sascha Riether fand nicht den Weg ins Tor. Weitere Möglichkeiten für die Gastgeber vergaben vor der Pause Grafite (20. /24.) und Spielmacher Zvjezdan Misimovic (35.).

Dagegen hatten die Rostocker in der ersten Halbzeit nur eine gute Torchance, als Fillinger frei vor Diego Benaglio knapp an dem Wolfsburger Keeper scheiterte (7.). Erst nach dem Rückstand drückten die Gäste zunehmend aufs Tempo und wurden durch Fillingers Treffer zum 2:1 belohnt. Die Wolfsburger zogen sich in dieser Phase des Spiels zu weit zurück, mussten aber nur bis zu Gentners Treffer um den Einzug in die nächste Runde zittern.

Schema:

Wolfsburg: Benaglio - Riether, Simunek, Barzagli, Schäfer - Josue - Zaccardo (46. Gentner), Hasebe (46. Dejagah) - Misimovic - Okubo (84. Pekarik), Grafite

Rostock: Hahnel - Bülow, Gledson (57.Lukimya), Diego Morais, Oczipka - Retov, Svärd (69. Kroos) - Schindler, Lisztes, Fillinger - Dorn (80.Kern)

Schiedsrichter: Jochen Drees (Münster)

Tore: 1:0 Grafite (58.) 2:0 Bülow (65., Eigentor) 2:1 Fillinger (68.) 3:1 Gentner (79.) 4:1 Grafite (86., Handelfmeter) 5: 1 Grafite (90.)

Gelbe Karten: - Dorn, Diego Morais