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Die Sonne lacht über dem FC Bayern München in dieser Woche. Und das ist nicht nur metaphorisch gemeint. Strahlender Sonnenschein herrscht momentan im Süden Deutschlands und auch das Trainingsgelände des Rekordmeisters an der Säbener Straße leuchtet unter dem blauen Himmel.

Kein Wunder, dass auch die Laune der Bayern-Stars nach dem überlegenen Einzug ins Champions-League-Finale und vor dem Saisondendspurt in der Bundesliga glänzend ist. Zumal die Münchner mit Inter Mailand auch noch jenen Finalgegner bekommen haben, den sie sich insgeheim gewünscht hatten, wie Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger am Donnerstag unisono erklärten.

"Egal, wer ins Finale kommt, das wird ein schweres Spiel. Inter liegt uns aber vielleicht ein bisschen mehr als Barcelona", sagte Lahm und Schweinsteiger gab zu: "Ich hatte mir Inter als Finalgegner erhofft." Von purer Sommerlaune wollte der Mittelfeld-Regent des FCB aber trotz des erfüllten Wunsches nichts wissen. "Man darf nicht vergessen, dass Inter auch sehr stark ist. Die haben Chelsea und Barca ausgeschaltet und sind für mich deshalb auch Favorit", erklärte Schweinsteiger.

"Inter Mailand ist nicht das Thema"

Ohnehin ist ihm das ganze Gerede über das große Finale am 22. Mai in Madrid zu viel. Schon kurz nach dem Triumph im Halbfinale-Rückspiel von Lyon richtet sich der Fokus wieder voll auf die anstehende Bundesliga-Aufgabe gegen den VfL Bochum. Doch wie schafft man die Konzentration auf Bochum zu lenken, wenn im Hinterkopf schon Inter Mailand herumspukt?

"Indem man nicht mehr so viel über Inter redet", versicherte Schweinsteiger auf Nachfrage von bundesliga.de: "Inter Mailand ist nicht das Thema, sondern der VfL Bochum. Bochum wird sich mit Leidenschaft und Aggressivität wehren. Wir müssen unsere Spielphilosophie über 90 Minuten gnadenlos durchziehen."

In dieser Einstellung wurde er auch von Kollege Lahm unterstützt. Auch der erwartet, dass die Bochumer - die sich als weitere Maßnahme zwei Tage vor der Partie sogar noch von Trainer Heiko Herrlich trennten - sich voll reinhauen werden, aber: "Es spricht nur wenig dagegen, dass wir Bochum schlagen. Wir müssen dagegenhalten, dann mache ich mir keine Sorgen, dass wir das Spiel verlieren könnten."

Mit Riberys Wut als Antrieb

Ein Bayern-Profi, der zuletzt nicht auf der Sonnenseite des Fußballerlebens stand, dürfte am Samstag besonders motiviert sein. Franck Ribery wird wegen seiner Sperre durch die UEFA das Champions-League-Finale vermutlich verpassen. "Für ihn ist es bitter, weil die Champions League das Nonplusultra ist. Ich hoffe, dass er daraus eine Wut entwickelt, die uns auch in den anderen Wettbewerben weiterhilft", sagte Bastian Schweinsteiger.

Philipp Lahm machte sich um die Motivation des kleinen Franzosen auf Nachfrage von bundesliga.de aber keine Sorgen: "Er ist vom Typ her so, dass er sich voll auf die verbleibenden Spiele in der Bundesliga und das Pokalfinale konzentrieren wird. Da geht es auch um sehr viel."

Schließlich könnten die Bayern schon mit einem Sieg über den VfL Bochum am Wochenende den vorentscheidenden Schritt im Titelrennen gegen Schalke machen. Es wäre der Auftakt eines drei Wochen langen Frühsommerfestes in München. "Jetzt kommt die schönste Zeit der Saison. Champions-League-Finale, Pokalfinale und in der Bundesliga ganz oben - wem würde das keinen Spaß machen?", fragte Lahm - und lachte mit der Sonne um die Wette.

Vom FC Bayern berichtet Matthias Becker


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