ANZEIGE

So spektakulär wie das gesamte "Revier-Derby" war das Comeback von Alexander Frei. Zur zweiten Halbzeit eingewechselt, wurde der Torjäger von Borusssia Dortmund mit seinen zwei Treffern (71. und 89., Handelfmeter) zum 2:3 und 3:3-Endstand zum Hauptdarsteller und gefeierten "Held" des insgesamt 132. Duells mit Schalke 04.

Als wolle sich der Schweizer Nationalspieler den Frust einer fast dreimonatigen Verletzungspause nach seinem Innenbandteilabriss im Knie aus dem Eröffnungsspiel der EURO 2008 von der Seele schießen.

Derart kraftvoll wuchtete er das Leder zunächst aus rund 20 Metern in den linken Torwinkel und anschließend vom Elfmeterpunkt zum Endstand in die Maschen.

Entscheidende Signale

"Das war ein super Einstand und ein Spiel, so recht nach dem Geschmack der Fans", meinte der 29-Jährige. Und natürlich nach dem Geschmack von Frei.

Seine Körpersprache, seine Dynamik und besonders seine Torgefährlichkeit sorgten beim BVB nach dem 0:3-Rückstand für die entscheidenden Signale.

"So schnell geht das im Fußball. Am vergangenen Mittwoch warst du in der Schweiz noch der Buhmann der Nation, drei Tage später stellst du alles auf den Kopf", meinte Frei in Erinnerung an die 1:2-Heimblamage der Eidgenossen in der WM-Qualifikation gegen Luxemburg.

"Er hat alle mitgezogen"

Nicht zuletzt dank Frei bewiesen die Borussen Moral und kamen nach seiner Einwechslung zu einem sensationellen Comeback. "Die Mannschaft hat großen Charakter gezeigt. Alexander Frei hat alle noch einmal mitgezogen", stellte auch BVB-Coach Jürgen Klopp den besonderen Auftritt seinen Torjägers anerkennend fest.

Frei hat nach seiner erneuten Rückkehr auf die Bundesliga-Bühne nur einen Wunsch: Das Ende seiner Verletzungsmisere. Denn bereits im vergangenen Jahr musste er wegen einer Hüft- und Wadenoperation acht Monate pausieren.

Zuvor hatte er jedoch am 12. Mai 2007 beim 2:0 gegen Schalke mit seinem Führungstreffer einen wesentlichen Beitrag geleistet, dass der Erzrivale die schon sicher geglaubte Meisterschaft verpasste.