ANZEIGE

Köln - Einen Tag nach der Mitgliederversammlung des 1. FC Köln am 17. November hat Wolfgang Overath, Präsident des FC, eine Erklärung abgegeben.

"Ob und wann ich zurücktrete, bestimme ich immer noch selbst", sagte Overath: "Es gab eine kleine Gruppe von Mitgliedern, die gestern gezielt Stimmung mit Zwischenrufen gemacht hat. Mit diesem provokativen Verhalten kann ich nicht einverstanden sein. Es geht nicht um den Großteil unserer Mitglieder, die sachlich und kritisch mit uns in den Dialog getreten sind. Insgesamt mache ich mir Gedanken, wenn das unser 1. FC Köln sein soll."

Deutliche Worte

Overath hatte am Vorabend auf der Jahreshauptversammlung deutliche Worte an die Mitglieder gerichtet: "Ich teile mit Ihnen und mit Euch die Enttäuschung darüber, was in dieser Saison bisher hier geleistet wurde. Wenn man wie wir auf Platz 18 steht, dann spürt man die Bürde des Präsidentenamtes und man hat nicht viele Argumente. Jeder von uns muss sich hinterfragen, was er falsch gemacht hat."

Nach den Berichten des Verwaltungsrats und des Sportbeirats hatten die Mitglieder über die Entlastung des Vorstands und des Verwaltungsrats für das Geschäftsjahr 2009/2010 entschieden. Da es bei einer ersten Abstimmung nicht zu einem eindeutigen Ergebnis über die Entlastung des Vorstands kam, wurden die Stimmen in einem zweiten Wahlgang erneut ausgezählt.

Hierbei entlasteten die Mitglieder den Vorstand für das Geschäftsjahr 2009/2010 nicht. Anschließend wurde der Verwaltungsrat durch die Mitglieder entlastet.