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Skurrile Situationen, bemerkenswerte Augenblicke und persönliche Schicksale im deutschen Profi-Fußball 2008.

Das waren die Top-Ereignisse im Monat JANUAR:

Das Fußball-Jahr 2008 begann ohne viel Umschweife mit einem ungeahnten Paukenschlag! Alles fing an mit einer unscheinbaren Meldung auf der Webseite des FC Bayern München. Am frühen Vormittag des 11. Januar fühlte man sich augenreibend auf den 1. April zeitversetzt: "Klinsmann wird neuer Bayern-Trainer". Rumms! - Das saß erstmal! Vergessen, die einstigen Differenzen zwischen München und Los Angeles. Das Echo aus der nationalen Fußballwelt ließ auch nicht lange auf sich warten. "Bombe!", "Sensationell!" und eine "Tolle Sache!" fanden das die Experten und Klinsmann-Weggefährten auf Nachfrage gegenüber bundesliga.de.

Klinsmann würde ein schweres Erbe antreten. Anfang Januar hatte der damalige Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeldoffiziell bestätigt, was ohnehin schon alle wussten: "Ich habe meine Entscheidung dem Verein schon vor drei Wochen mitgeteilt, dass ich im Sommer aufhören werde. Ich werde im nächsten halben Jahr noch mal versuchen, erfolgreich zu sein und möglichst viele Titel zu holen. Dann werde ich mich wieder etwas zurückziehen." Lange währte dieser Rückzug allerdings nicht. Denn schon im Februar vermeldetet der Schweizer Fußball-Verband die Verpflichtung Hitzfelds als Nachfolger von Nationalcoach Köbi Kuhn.

Wechselt er? Wechselt er nicht? Ist er als Bankdrücker für die EURO tragbar? Der Abschied von Arsenal London wurde Jens Lehmann letztlich auch von Jogi Löw nahegelegt. Der BVB war ein heißer Kandidat. Doch gleich im neuen Jahr erklärte der Keeper: "Obwohl es eine sehr reizvolle Aufgabe gewesen wäre, wieder für Borussia Dortmund in der Bundesliga zu spielen, habe ich mich aus privaten Gründen gegen diesen Schritt entschieden. Es tut mir leid, gerade die Verantwortlichen von Borussia Dortmund damit zu enttäuschen. Sie haben sich sehr professionell um diesen Wechsel bemüht und mir ausreichend Zeit zur Überlegung gegeben."

Freud und Leid in Königsblau auf einen Punkt konzentriert. Tränen, Tore, Bier und Schweiß: Schalke 04 wurde im Parkstadion UEFA-Pokal-Sieger, die Betonschüssel gebar seine Vereinshelden, man nannte sie "Eurofighter". Soviel zur Freud. Im Parkstadion wurde Schalke 2001 aber auch fast endlich Deutscher Meister. Fast. Am Ende hielten wieder die Bayern die Schüssel vom eigenen Rathausbalkon. S04 durfte nur mal dran schnuppern, sich mal kurz reinfühlen, wie das so ist, Deutscher Meister! Das Gefühl dauerte vier Minuten. Soviel zum Leid. Mit dem Abriss des Parkstadions geht ein historischer Ort verloren. Seine Geschichten werden die Bagger überdauern.