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Was wäre der Winter ohne kalte Temperaturen? Was wäre die Bundesliga-Winterpause ohne Transfers?

Jedes Jahr verstärkt sich ein Großteil der Clubs zwischen Hin- und Rückrunde mit neuen Spielern. Einige sollen möglichst sofort einen Aufschwung bewirken, andere sind eher als Investitionen in die Zukunft zu sehen.

Sorgte in dieser Winterpause die Rückkehr von Timo Hildebrand in die Bundesliga für Aufsehen, so machten die Wechsel von Raffael und Mesut Özil an Spree und Weser vor einem Jahr Schlagzeilen. Doch gehören dieses Duo und ihre neuen Arbeitgeber auch zu den großen Gewinnern im Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate?

bundesliga.de hat die Verpflichtungen der Winterpause 2007/08 unter die Lupe genommen und die besten "Winterschlussverkäufe" zusammengestellt:

Martin Fenin (Eintracht Frankfurt)

Martin Fenin schlug ein wie eine Bombe. In seinem Debüt schoss er alle Treffer beim 3:0 in Berlin. Als einziger Akteur seines Teams bestritt er im abgelaufenen Kalenderjahr alle 34 Partien. Mit zehn Treffern und fünf Assists war er 2008 Frankfurts bester Torschütze und dritterfolgreichster Vorbereiter.

Raffael (Hertha BSC)

In seinem ersten Jahr bei der Hertha stand Raffael 30 Mal in der Startelf und erzielte sieben Tore. Dazu kamen sechs Assists. Damit kommt er nach Marko Pantelic (15) auf die meisten Torbeteiligungen bei den Berlinern im Jahr 2008.

Marvin Compper (1899 Hoffenheim)

Auch wenn Compper erst ein halbes Jahr Bundesliga-Erfahrung mit Hoffenheim hat, sein Wechsel von Gladbach zu 1899 war und ist ein absoluter Gewinn für die Kraichgauer. Compper ist Kapitän seines Teams und hat alle 34 Spiele in der 2. Bundesliga und Bundesliga seit seinem Wechsel von Anfang bis Ende bestritten. Ohne den Verteidiger kassierte 1899 in 17 Spielen in der 2. Bundesliga 27 Gegentore - mit ihm seither nur 1,06 Tore pro Partie. Zudem avancierte er zum ersten deutschen Nationalspieler Hoffenheims.

Mesut Özil (Werder Bremen)

Der Neuzugang vom FC Schalke 04 brauchte zwar etwas Zeit - in der Rückrunde der vergangenen Saison stand er nur sechs Mal in der Startelf, hat sich aber mittlerweile zu einer unverzichtbaren Größe im Bremer Offensivspiel entwickelt. Im Kalenderjahr 2008 bereitete Mesut Özil sechs Tore vor - kein Mitspieler mehr. Hinzu kommen noch vier Tore.

Diego Benaglio (VfL Wolfsburg)

Der Nationalkeeper der Eidgenossen machte im vergangenen Jahr 33 Partien und hielt dabei überdurchschnittliche 71,5 Prozent der Schüsse auf sein Tor. Diego Benaglio gab der zuvor sehr anfälligen Wolfsburger Hintermannschaft deutlich mehr Biss. Im Jahr 2007 kassierten die "Wölfe" 59 Gegentore, seit der Ankunft des Schweizers waren es nur 41.

Gojko Kacar (Hertha BSC)

Den Berlinern gelang neben Raffael mit dem jetzt erst 21-jährigen Kacar ein weiterer Coup. Er verlieh der Hertha in der Defensive mehr Sicherheit (Berlin stellt mit nur 1,18 Gegentoren pro Spiel die viertbeste Abwehr des Jahres 2008) und setzte auch offensiv Akzente. Sechs Tore in 32 Partien sind für einen defensiven Mittelfeldspieler ein Spitzenwert.

Mimoun Azaouagh (VfL Bochum)

Zweifelsohne ist der VfL nicht zufrieden mit dem 17. Platz nach der Hinrunde, dennoch zählt Mimoun Azaouagh zu den Leistungsträgern im Team. In 30 Einsätzen für die Bochumer hat der Mittelfeldspieler drei Treffer selbst erzielt und elf weitere vorbereitet - fünf davon in dieser Spielzeit.






Zusammengestellt von Sebastian Stolz