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Köln - Seit Montag ist auch Neuzugang Dominique Heintz ins Training des 1. FC Köln eingestiegen. Der ehemalige Kaiserslauterner musste dann bei seinem Debüt im Trikot seines neuen Arbeitgebers gleich die kompletten 90 Minuten beim 3:1-Erfolg im Testspiel gegen Fortuna Köln durchspielen. Grund dafür war ein aktueller personeller Engpass beim FC auf der Innenverteidigerposition. Für den 21-Jährigen kein Problem, wie er nach dem Spiel bei seiner inoffiziellen Vorstellung in der Presserunde berichtete.

Frage: Dominique Heintz, welche Eindrücke haben Sie in den ersten Tagen vom 1. FC Köln gewonnen?

Dominique Heintz: Ich wurde gleich gut von der Mannschaft aufgenommen und so akzeptiert, wie ich bin. Sie wissen, wo ich herkomme und was ich kann. Sie machen super Wege, so dass ich gleich meine Diagonalbälle spielen kann. Sie bewegen sich gut. Es macht einfach Spaß.

Frage: War es für Sie eine besondere Situation, dass Sie nachdem zwei Innenverteidiger verletzt waren direkt 90 Minuten durchspielen mussten?

Heintz: Nein. Es passiert nicht oft, dass alle Innenverteidiger auf einmal fehlten. Jetzt sind immerhin zwei da. Und Dominic Maroh und Mergim Mavraj sind auch bald wieder dabei. Wir müssen der Mannschaft jetzt helfen - und das kriegen wir ganz gut hin.

 "In Kaiserslautern haben alle verstanden, dass ich den nächsten Schritt mache"

 Frage: Wie lief die Abstimmung mit Frederik Sörensen? Konnten Sie sich auf deutsch verständigen?

Heintz: Fürs erste Spiel hat sie ganz ordentlich geklappt. Wir haben am Montag nur einmal mit der Mannschaft trainiert. Am Dienstag sind wir laufen gegangen und haben etwas für die Grundausdauer getan. Im Spiel lief es dann nicht so schlecht.

 Frage: Jetzt geht es für eine Woche ins Trainingslager. Mit welchen Erwartungen treten Sie das an?

Heintz: Das Trainingslager ist gut für die Mannschaft und für die Neuen. Wir sind jetzt sieben Tage zusammen und lernen uns noch besser kennen. Wir können taktisch sehr gut arbeiten und erfahren, was der Trainer vor hat.

 Frage: Können Sie Ihre Gründe zusammenfassen, warum Sie sich für den FC entschieden haben?

Heintz: Warum ich gekommen bin, ist ganz einfach zu erklären. Ich habe gesehen, welche jungen Spieler der FC zuletzt herausgebracht hat und wie sie sich entwickelt haben. Der Verein hat geile Fans, sehr viel Tradition. Ich bin jetzt von Traditionsverein zu Traditionsverein gewechselt. In Kaiserslautern haben alle verstanden, dass ich jetzt den nächsten Schritt mache. Ich freue mich auf das Jahr in der Bundesliga und will mit dem 1. FC Köln eine geile Saison spielen.

"Timo Horn hat mir erklärt, was in Köln alles los ist“

Frage: Haben Sie sich vorher bei Ihrem Teamkollegen Simon Zoller über den FC informiert? Was hat er Ihnen erzählt?

Heintz: Mit "Zolli" habe ich geschrieben, mit Timo Horn war ich bei der U21-EM. Er hat mir die Abläufe erklärt und erzählt, was in Köln alles los ist. Es macht einen Riesenspaß.

Frage: Ist in Köln alles eine Nummer größer als beim FCK?

Heintz: Ja, das kann man nicht miteinander vergleichen. Man sieht ja schon, was alleine bei so einem Testspiel wie hier gegen Fortuna Köln los ist. Für einen Spieler ist es doch das Größte, vor so vielen Zuschauern zu spielen.

Frage: Und bald dürfen Sie sich dann auch Bundesliga-Profi nennen.

Heintz: Genau. Ich will mich in der Bundesliga beweisen und mich mit den Besten messen. Ich habe mir schon viel Erfahrung geholt, zuletzt auch international bei der EM. Ich denke, dass ich es ganz gut hinbekomme.

Frage: Wie sehen Sie Ihre Chancen auch dann aufzulaufen, wenn alle vier Innenverteidiger wieder fit sind?

Heintz: Ich bin der einzige Linksfuß in der Innenverteidigung. Das könnte ein Vorteil sein. Aber am Schluss entscheidet immer die Leistung, ob der Trainer einen aufstellt. Wenn meine Leistung gut ist, dann gibt es auch keinen Grund zu wechseln.

 

Aufgezeichnet von Tobias Gonscherowski